Roboter auf dem Hightech Summit Bayern: Technologischer Fortschritt kommt oft in Schüben. Foto: imago images / Sven Simon

Vermögensverwalter Uwe Eilers

So beeinflusst Technologie die Wirtschaft

Trotz aller Unsicherheit in Gesellschaft und Wirtschaft vor dem Hintergrund der Corona-Krise und politische Unsicherheiten vollzieht sich bei den technologischen Entwicklungen ein schneller Wandel. Letztendlich führt der technologische Wandel zu einer Erhöhung der Produktivität und bietet damit die Basis für ein erhöhtes Wirtschaftswachstum.

Auch die schnelle Entwicklung von Impfstoffen gegen das Coronavirus ist nur möglich, weil rechenintensive Methoden auf Supercomputern eine aufwändige Simulation von verschiedenen Wirkstoffen ermöglichen. Das Durchdringen der Technologie erkennt man am besten an einem Vergleich der Gewichte der verschiedenen Sektor-Indizes im S&P 500, wo das Gewicht des Technologieindex von 15 Prozent im Jahre 2008 auf inzwischen rund 25 Prozent angestiegen ist.

Bei der Betrachtung der technologischen Transformation ist entscheidend, dass es sich hier um einen Prozess handelt, der unabhängig von wirtschaftlichen, politischen und gesellschaftlichen Veränderungen verläuft, da der technologische Fortschritt vor allem von der Kreativität und dem Forschungsdrang des Menschen getrieben wird.

Allerdings verläuft der technologische Fortschritt nicht linear, sondern oftmals in Schüben. Ein solcher Schub war zum Beispiel die beschleunigte Entwicklung der künstlichen Intelligenz, die 2012 angetrieben wurde durch die Nutzung der GPUs, d.h. Chips, die eine wesentlich schnellere Rechnung in den neuronalen Netzen ermöglichten.

Zur Verdeutlichung der technologischen Transformation muss man sich vergegenwärtigen, dass sich diese Transformation durch das Zusammenspiel von Angebot und Nachfrage vollzieht. Unter Angebot verstehen wir hier die technologischen Voraussetzungen (zum Beispiel energie-effizientere Chips), während bei der Nachfrage die Anwendungen gemeint sind (zum Beispiel autonomes Fahren).

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