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Degi-Research: Bauwirtschaft profitiert von Konjunkturpaketen

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„Generell gilt, dass staatliche Subventionen in Frage zu stellen sind“, sagt der Immobilienexperte in der aktuellen Ausgabe des Immobilien-Fokus. Investitionen, die realwirtschaftlich auf stabilen Beinen stehen, im Falle der Immobilienbranche also relativ sichere Mieteinnahmen erwarten lassen, dürften auch in der aktuellen Marktsituation durchführbar sein. Subventionierte Projekte, die diesem Kriterium nicht entsprechen, fuhren zu einem Überangebot mit steigenden Leerständen sowie sinkenden Mieten und Preisen. Trotzdem haben die Kredit- und Bürgschaftsprogramme der Bundesregierung sowie die staatlichen Finanzhilfen für Länder und Gemeinden direkte und indirekte Auswirkungen auf den Immobilienmarkt. „Klarer Sieger der Maßnahmenpakete ist die Bauwirtschaft“, betont Beyerle. Sie wird einerseits von den direkten, vielerorts längst überfälligen Investitionen auf der Ebene der Gemeinden, der Länder und des Bundes profitieren. Andererseits kommen ihr auch die Kredit- und Bürgschaftsprogramme der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW), wie zum Beispiel die CO2-Gebäudesanierung sowie der Infrastrukturausbau zugute. Die gewerblichen Vermietungs- und Investmentmärkte dürften hingegen aufgrund ihrer Verbindung zur Entwicklung des Bruttoinlandprodukts (BIP) nur indirekt von den staatlichen Hilfsmaßnahmen profitieren. Der Internationale Währungsfonds beziffert die Impulse der Konjunkturpakete im Jahr 2009 auf 40 Milliarden Euro oder 1,6 Prozent des BIPs. So könnten die Spitzenmieten in den großen Bürostandorten steigen, wenn man von einer Erhöhung des BIP um 160 Basispunkte ausgeht. Laut Degi-Research würden die Mieten in Berlin (3,8 Prozent) und Frankfurt (3,3 Prozent) auf einen solchen konjunkturellen Impuls deutlich stärker reagieren als in Köln (1,8 Prozent) und Stuttgart (1,6 Prozent). In München (1,1 Prozent) läge der zu erwartende Effekt unter dem BIP-Zuwachs.

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