Degi wagt sich nach Moskau

//
Degi, die Immobilienfonds-Gesellschaft des Allianz-Konzerns, schaut sich sehr aktiv auf dem Moskauer Markt um. Einen unterschriebenen Kaufvertrag gibt es allerdings noch nicht. „Wir interessieren uns sowohl für Einzelhandel- als auch für Büroimmobilien“, sagte Degi-Geschäftsführerin Bärbel Schomberg am Wochenende vor Journalisten in Moskau. Bisher hat noch kein offener Immobilienfonds in Russland investiert. Zu starke rechtliche Unsicherheiten werden immer wieder als Argument für das Fernbleiben genannt. Auch Schomberg räumt ein, dass Korruption und Intransparenz durchaus noch ein Thema im russischen Immobilienmarkt seien. Dennoch biete er attraktive Chancen. „Die rechtlichen Rahmenbedingungen haben sich verbessert“, so Schomberg. Zum Beispiel gestattet das neue Bodengesetz von 2001 auch Ausländern, Rechte an Gebäuden und Grundstücken zu erwerben. Der Moskauer Büroimmobilienmarkt ist noch sehr klein. Die 10-Millionen-Metropole verfügt gerade einmal über 5,3 Millionen Quadratmeter Bürofläche. Zum Vergleich: Frankfurt hat 13,2 Millionen Quadratmeter Bürofläche. Die Bautätigkeit ist jedoch bereits in den vergangenen Jahren gestiegen. Ebenso die Spitzenmietpreise, für die Schomberg 2007 einen weiteren Anstieg erwartet, dann allerdings dem Höchststand erreicht sieht. Die Renditen sind in den vergangenen Jahren bereits gefallen. Schomberg: „2003 waren für Büroimmobilien in der Spitze noch 9,5 Prozent zu erzielen, jetzt sind es nur noch 8 Prozent.“ Für Immobilien in etablierter Lage mit renommierten Mietern – Immobilien für die sich Degi interessiert – gebe es noch Renditen von 7 bis 8 Prozent.

Mehr zum Thema