Degi wandelt Grundwert-Fonds in Europa-Fonds

Die Deutsche Gesellschaft für Immobilienfonds (Degi) ändert die Strategie des Grundwert-Fonds (WKN: 980 780). Ab dem 1. Januar 2008 wird der offene Immobilienfonds Degi Europa heißen. Der neue Name spiegelt die geänderte Anlagestrategie wider: Künftig soll das Portfolio zu 30 Prozent aus deutschen Objekten und zu 70 Prozent aus sonstigen europäischen Immobilien bestehen.

„Die Umbenennung ist das Ende einer Strategieänderung, die wir in diesem Jahr vollzogen haben“, sagt Bärbel Schomberg, Sprecherin der Degi-Geschäftsführung. Ende 2006 lag der Schwerpunkt des Grundwert-Fonds mit 85 Prozent des Portfolios noch auf Deutschland. Der Verkauf des Immobilienpaketes Spring Anfang Mai drückte diesen Anteil auf 59 Prozent. Nun hat Degi mit dem Paket Homer zwölf weitere deutsche Objekte an die US-Gesellschaft Oaktree verkauft. Nach dieser Transaktion im Wert von 2,43 Milliarden Euro würden deutsche Immobilien noch 39 Prozent ausmachen.

Gleichzeitig hat Degi für den Fonds zwei Bürogebäude in Helsinki und Rom erworben. Weitere Ankäufe in Paris, Prag und Budapest seien geplant.

Der Verkauf des Spring-Portfolios hat Schomberg zufolge zu kräftigen Mittelabflüssen geführt: Im Oktober hätten Anleger 1,93 Milliarden Euro Kapital abgezogen, um Gewinne mitzunehmen. Aktuell seien noch 2,39 Milliarden im Topf. Liquiditätsengpässe seien durch die Anteilsrückgabe aber nicht entstanden.

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