Die Deka Bank justiert ihre Arbeitszeitregelungen zum Jahreswechsel neu. Ab Januar 2025 erhalten die meisten Mitarbeiter bis zu sechs zusätzliche Urlaubstage pro Jahr. Im Gegenzug wird die Wochenarbeitszeit von 38 auf 39 Stunden leicht erhöht, wie das Unternehmen gegenüber „Bloomberg“ bestätigte.
Führungskräfte gehen teils leer aus
Die neue Regelung gilt allerdings nicht für alle Beschäftigten gleichermaßen. Während die Mehrheit der Mitarbeiter von sechs Extra-Urlaubstagen profitiert, müssen sich Abteilungsleiter mit drei zusätzlichen Tagen begnügen. Führungskräfte auf Bereichsleiterebene gehen komplett leer aus.
Besonderheit der neuen Urlaubsregelung: Die zusätzlichen freien Tage müssen vor dem regulären Jahresurlaub genommen werden. Für die Deka Bank bedeutet die Anpassung eine erneute Änderung der Arbeitszeit binnen kurzer Zeit. Erst Anfang 2024 hatte das Kreditinstitut im Rahmen des neuen Manteltarifvertrags für öffentliche Banken die 38-Stunden-Woche eingeführt. Zuvor waren 39 Stunden die Regel.
Weg zu mehr Work-Life-Balance
Die damalige Arbeitszeitverkürzung war Teil eines größeren Verhandlungspakets aus den Tarifverhandlungen 2021/22. Neben der reduzierten Wochenarbeitszeit wurden auch Gehaltserhöhungen vereinbart und das Recht auf mobiles Arbeiten festgeschrieben. Zudem wurde bei der Deka die Möglichkeit von bis zu 20 Tagen Workation pro Jahr eingeführt.
Mit der jetzigen Kombination aus mehr Urlaubstagen bei gleichzeitiger Erhöhung der Wochenarbeitszeit geht die Deka Bank nun noch einen Schritt weiter auf dem Weg, mit mehr Work-Life-Balance mehr Fachkräfte anzulocken.

