Die Sparkassen-Fondsgesellschaft Deka hat im ersten Halbjahr 2025 einen neuen Rekord aufgestellt. Mit einem Fondsabsatz von 20,4 Milliarden Euro (einschließlich Zertifikaten und Fonds für institutionelle Investoren) übertraf das Wertpapierhaus der Sparkassen den bisherigen Bestwert für ein erstes Halbjahr deutlich, wie die Deka mitteilte. Das entspricht einem Plus von mehr als 40 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

Den Hauptanteil machten dabei private Anleger aus: Sie investierten 18,7 Milliarden Euro in Deka-Fonds und -Zertifikate – mehr als doppelt so viel wie im ersten Halbjahr 2024. Deka-Chef Georg Stocker wertete dies als Vertrauenssignal der Sparkassenkunden in die Innovationskraft der deutschen Wirtschaft, berichteten unter anderem das „Handelsblatt“, die „FAZ“ und „Fondsprofessionell“.

Geschäft mit institutionellen Anlegern schwächelt 

Das schwächelnde Geschäft mit institutionellen Anlegern trübte hingegen das Gesamtbild: Hier sammelte die Deka nur 1,7 Milliarden Euro ein – weniger als im Vorjahr (1,9 Milliarden Euro). Damit übertraf die Deka im Privatkundengeschäft ihre schärfste Konkurrenz Union Investment, die laut Medienberichten 6,6 Milliarden Euro von privaten Kunden einsammelte.

Besonders stark gefragt waren laut den Berichten Aktienfonds mit 3 Milliarden Euro Zuflüssen. Allein der im Februar gestartete Rüstungsfonds Security and Defense (ISIN: LU2941481082) sammelte 350 Millionen Euro ein. Auch Rentenfonds verzeichneten mit 1,6 Milliarden Euro deutliche Zuflüsse.

Die Zahl der Wertpapiersparpläne stieg um netto 287.000 auf insgesamt 8,5 Millionen. Die Deka verwaltet nun 5,9 Millionen Wertpapierdepots und Kundenvermögen von 426,6 Milliarden Euro.

Gewinn konnte kaum gesteigert werden

Trotz des Rekordabsatzes blieb der Gewinn nahezu stabil: Das wirtschaftliche Ergebnis stieg nur geringfügig von 512 auf 520 Millionen Euro. Die Kosten stiegen um rund 13 Prozent, was Stocker laut „FAZ“ mit Investitionen in Technologie und Personal begründete. Die Deka beschäftigt nun 5.900 Mitarbeiter – 130 mehr als im Vorjahr.

Ein Grund für die höheren Ausgaben: Die Sparkassengruppe hatte entschieden, dass die Deka ihr Depotangebot modernisieren soll. Künftig sollen Kunden nicht nur Fonds, sondern auch Aktien verwahren können. Die Überarbeitung der Depot-Infrastruktur gilt als Großprojekt im dreistelligen Millionenbereich.