Die Dekabank ist das Wertpapierhaus der Sparkassen, das auch Indexfonds und Zertifikate anbietet.

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Dekafonds

Sparkassen-Flaggschiff nimmt Kurs auf Europa

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Im Rahmen des Jahresdepotauszugs hat der Fondsdienstleister der Sparkassen-Finanzgruppe die Anleger des bereits vor knapp 60 Jahren aufgelegten Dekafonds (ISIN: DE0008474503) über den erweiterten Spielraum für das Portfoliomanagement informiert: „Es wird künftig auch möglich sein, Aktien von Unternehmen mit Sitz in einem anderen europäischen Land zu erwerben.“

Außerdem wird es den Fondsmanagern zukünftig möglich sein, bis zu einem Zehntel des Fondsvermögens von knapp 3,9 Milliarden Euro in andere Investmentfonds zu investieren: Allein aufgrund des derzeit niedrigen Zinsniveaus dürfen sie ihre Kassenbestände gezielt beispielsweise in so genannte Liquiditätsfonds für den Geldmarkt anlegen, „um einen Mehrwert zu erzielen“.

Fokus auf Unternehmen mit Sitz in Deutschland


Doch dem Engagement des bisherigen Deutschland-Aktienfonds im Ausland und in anderen Anlageklassen sind enge Grenzen gesetzt: „Der Dekafonds wird weiterhin mit mindestens 61 Prozent in Aktien investiert sein. Der Fokus wird hierbei weit überwiegend auf Aktien von Unternehmen mit Sitz in Deutschland gelegt.“

Aktuell sind die Aktien von Bayer, Allianz und SAP mit jeweils mehr als 7 Prozent des Portfolios die wichtigsten Einzeltitel. Infrage kommen aber grundsätzlich alle Unternehmen, die in einem deutschen Aktienindex enthalten sind oder laut Geschäftsbericht ihre Umsatzerlöse oder Gewinne überwiegend in Deutschland erzielen.

Die neue Freiheit ist nach Deka-Angaben der zunehmenden Präsenz deutscher Firmen an ausländischen Börsen geschuldet: „Die fortschreitende Internationalisierung der Finanzmärkte führt immer häufiger dazu, dass Unternehmen nicht an ihrer Heimatbörse gelistet sind und gelegentlich auch ihren Sitz in andere Länder verlagern.“

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