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Deloitte-Report: Renaissance der Mega-Deals

Chinesische Unternehmen sind auf dem Vormarsch.<br>Quelle: Getty Images
Chinesische Unternehmen sind auf dem Vormarsch.
Quelle: Getty Images
Die Anzahl der Fusionen und Übernahmen (Mergers and Acquisitions, M&A) ist im Januar 2011 um 50 Prozent höher als im Vergleichsmonat 2010. Verantwortlich dafür sind unter anderem die aufstrebenden asiatischen Unternehmen, die durch Übernahmen oder Beteiligungen an westlichen Firmen wachsen wollen.

Die Anzahl der Transaktionen mit asiatischer Beteiligung nahmen im Jahr 2010 gegenüber 2009 um etwa 20 Prozent zu, so Deloitte. Dabei haben vor allem bei chinesischen Unternehmen Übernahmen Vorrang vor Firmenzusammenschlüssen (Joint Ventures).

Der Wert der Börsengänge ( IPOs) lag 2010 weltweit bei etwa 269 Milliarden US-Dollar (mit rund 1400 Börsengängen) und war damit doppelt so hoch wie noch 2009. Laut Deloitte wird diese Zunahme vor allem durch die Dynamik der aufstrebenden Märkte, insbesondere durch China und Indien, getragen. In Europa und den USA bleibe hingegen eine gewisse Skepsis gegenüber Börsengängen.

Obwohl Staatsverschuldungen einen Risikofaktor für den M&A-Markt darstellten, überwiegen laut Deloitte positive Prognosen für 2011: Vereinzelt erwarten Anleger sogar die Rückkehr von Mega-Deals.

Karsten Hollasch, Partner des Transaktionsberatungsservices bei Deloitte, warnt abschließend: „So positiv die Situation auch scheinen mag - globale Risiken wie geopolitische Faktoren, problematische Staatsverschuldungen und steigende Rohstoffpreise bleiben unberechenbar.“

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