Konsumgüterindustrie im Fokus, Foto: Getty Images

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Deloitte-Studie: Private-Equity-Stimmung steigt

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Die Studie zur Private-Equity-Branche in Deutschland von der Wirtschaftsprüfergesellschaft Deloitte zeigt die gute Stimmung von Private-Equity-Manager an. Das Stimmungsbarometer erreichte Ende 2010 wieder die Spitzenwerte der Boomjahre bis 2007. Seit Anfang 2010 stieg der Index um 14 Prozentpunkte auf einen Wert von 130.

Zufolge der Studie liegt der Grund dafür in der Erholung der Gesamtwirtschaft sowie dem einfacheren Zugang zu Fremdkapital. Mehr als die Hälfte der Private-Equity-Manager erwarten einen besseren Zugang zu Fremdkapital, um damit neue Unternehmensbeteiligungen zu finanzieren. Rund genauso viele sehen einer gesamtwirtschaftlichen Entwicklung positiv entgegen. Bei der letzten Erhebung Anfang 2010 hatten jedoch noch zwei Drittel diese Meinung.

Auffällig sei auch der Anstieg der europäischen Volumen von Übernahmen, die durch Fremdkapital finanzierten werden (LBOs, Leveraged Buy-out). Mehr Geld im Beteiligungsmarkt könnte aber auch zu höheren Preisen und schärferem Wettbewerb führen.

Im Fokus für Übernahmen stehen zurzeit Unternehmen aus der Konsumgüter-, Gesundheits- und Life-Science-Branche. Das Interesse an den Branchen Energie-, Chemie- und Bergbau lässt dagegen nach. Besonderes interessant finden Private-Equity-Manager deutschen Handelsunternehmen: Zwei Drittel halten entsprechende Investments für viel versprechend.

„Es bleibt abzuwarten, ob das zunehmende Interesse an Handelsunternehmen und dem Konsumgütersektor zum dauerhaften Trend wird. Das hängt nicht zuletzt auch von der weiteren Entwicklung der Binnenkonjunktur ab“, kommentiert Guy Street, Partner im Bereich Transaction Services bei Deloitte, den Trend.

>> Zur Deloitte-Studie geht es hier.

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