„Die Entführung der U-Bahn Pelham 123“

„Die Entführung der U-Bahn
Pelham 123“ (Foto: Sony Pictures)

Der DVD-Tipp: Wenn Banker durchdrehen...

//

Der New Yorker Fahrdienstleiter Walter Garber hat einen echt miesen Tag. Erst bleibt die U-Bahn mit dem Namen „Pelham 123“ nicht gerade planmäßig in einem Tunnel stehen. Dann meldet sich ein gewisser Ryder per Funk aus der U-Bahn und verlangt 10 Millionen Dollar innerhalb einer Stunde in bar. Für jede überzogene Minute will er eine Geisel erschießen.

Während New Yorks Bürgermeister und die Polizei hektisch versuchen, das Geld zu besorgen, studiert Ryder seelenruhig per Internet die Aktienkurse an der Wall Street.

Das Szenario des Großstadt-Thrillers wirkt gar nicht so weit hergeholt: Ein ehemaliger Wall-Street-Banker sitzt neun Jahre ab und will sich anschließend an der ganzen Stadt rächen. Die Öffentlichkeit vermutet Terror und reagiert panisch. Die Börse dreht durch. Kleiner Stopp-Tasten-Tipp: Achten Sie mal auf den Goldpreis, wenn Ryder mal wieder die Kurse prüft.

„Pelham 123“ ist ein Remake eines Thrillers aus dem Jahr 1974 mit Walter Matthau. Für seine Version hat Regisseur Tony Scott das Feindbild aktualisiert – im Original ist Ryder ein Söldner -, die Action etwas hochgeschraubt und viele hübsche Anspielungen auf Politik und Finanzszene eingebaut.

Dass der Film fesselt, verdankt er aber vor allem seinen beiden Hauptdarstellern. Als Filmbösewicht hat John Travolta ja bereits den schwarzen Gürtel. Ihm gegenüber mimt Denzel Washington (mit beachtlicher Plauze) überzeugend den zunächst völlig überforderten Garber.

Urteil: Sie wollen eine ganz andere Finanzkrise sehen? Dann steigen Sie mal in die „Pelham“ ein. Fotos: Sony Pictures Home Entertainment

Mehr zum Thema
Der etwas andere Film zur Finanzkrise: „Drag me to hell“ im Kino Die Waffen einer Bank – „The International“ im Kino