MS Nordic Stavanger

MS Nordic Stavanger

Der erste nachhaltige Schiffsfonds

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Der Fonds investiert in den Massengutfrachter MS Nordic Stavanger. Das Schiff wurde von den dänischen Schiffsdesignern Grontmij/Carl Bro vollständig neu entworfen. „Ziel war es, ein in allen Belangen effizientes Schiff zu entwickeln“, sagt Richard Grube, Geschäftsführer der Reederei Nordic Hamburg, mit der Voigt & Collegen den Fonds als 50-50 Joint Venture aufgelegt hat. „Wir bauen heute schon weit mehr an modernster Schiffstechnik ein, als dies internationale Standards verlangen.“

Was das Schiff so nachhaltig macht? Der optimierte Rumpf gleitet effizienter durch die Wellen und verringert so den Treibstoffverbrauch deutlich. „Das Rumpfdesign und die Erfahrung der Designer beeinflussen die Qualität der Hydrodynamischen Performance von Schiffsneubauten erheblich“, so Grube. Treibstoff sparen auch die moderne elektronische Hauptmaschine und der Einsatz der neusten Propellergeneration. Das senkt die Emissionen enorm. Zusätzlich ist alles für den Einbau einer Abgasreinigungsanlage vorbereitet, die bis zu 97 Prozent des Schwefeldioxids filtern kann. „Wenn die rechtlichen Vorgaben für die Filterung stehen, können wir so schnell nachrüsten“, erklärt Hermann Klughardt, Geschäftsführer von Voigt & Collegen. Vorbereitet ist das Schiff auch für eine Aufrüstung zur Filterung des Ballastwassers.

Der Kaufpreis des Schiffes beträgt 23,88 Millionen US-Dollar und ist damit laut Nordic Hamburg sehr günstig. Im Schnitt lagen die Kaufpreise für Massengutfrachter der Stavanger-Größe bei 24,48 Millionen US-Dollar in den vergangenen zehn Jahren. Ein Wertgutachten setze den Marktwert derzeit bei 27,5 Millionen US-Dollar an.

Die MS Nordic Stavanger wird im Mai 2012 abgeliefert und ist die ersten drei Jahre an die San Juan Navigation Corporation verchartert. Die US-Firma hat sich ausschließlich auf Massengutfrachter der Handysize- und Handymax-Klasse spezialisiert. Die Tagesrate beträgt in den ersten beiden Jahren 10.800 US-Dollar, im dritten Jahr 13.000 US-Dollar. Auffahrtwerte, die über der Charterrarte von 2.000 Dollar pro Tag liegen werden zudem zwischen Fondsgesellschaft und Charterer geteilt. Grube: „Damit wird dem Fonds ein interessantes Upside-Potenzial in steigenden Märkten bei gleichzeitiger Sicherheit durch feste Charterraten eröffnet.“

Der Sustainable Ship Invest ist ein reiner Eigenkapitalfonds. 23,6 Millionen Euro will das Emissionshaus einsammeln. Gerechnet wird mit Ausschüttungen von 7 Prozent ab 2012 bis 10 Prozent ab 2017. Insgesamt sollen 135 Prozent des investierten Kapitals zurückfließen. Die Mindestbeteiligung beträgt 10.000 Euro plus 5 Prozent Agio.

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