Der Eurotunnel: Unter Wasser nach England – und zurück
Der längste Unterseetunnel der Welt
Der Bau des heutigen, ausschließlich für den Zugverkehr zugelassenen Eurotunnels begann im Dezember 1987 mit Bohrungen auf der englischen Seite. Bis zur Fertigstellung waren rund 15.000 Arbeiter über sieben Jahre lang mit dem Bau beschäftigt. Die Baukosten waren mit 15 Milliarden Euro doppelt so hoch wie ursprünglich geplant und machten den Kanaltunnel zum bisher teuersten privaten Bauprojekt aller Zeiten.
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Alle drei Minuten ein Zug
270 Züge fahren täglich durch den Eurotunnel, in Spitzenzeiten mit nur drei Minuten Zeitabstand und bis zu 12 Züge gleichzeitig. Dabei sind vier Arten von Zügen zugelassen:
- Der Eurostar-Passagierschnellzug zwischen London und Paris, mit 160 km pro Stunde Höchstgeschwindigkeit und einer Gesamtreisezeit von rund 2,5 Stunden.
- Der Eurotunnel-Shuttle zwischen Coquelles und Folkestone für bis zu 120 Autos und 12 Busse. Er ist mit nur 35 Minuten Fahrtzeit durch den Tunnel die schnellste Verbindung für Pkw-Reisende nach England.
- Der Eurotunnel Freight Shuttle mit 140 km pro Stunde Höchstgeschwindigkeit. Diese 800 m langen Züge befördern bis zu 30 Lkw mit 44 Tonnen Gewicht gleichzeitig.
- Herkömmliche Güterzüge, bisher nur der Unternehmen DB Schenker Rail (UK) Ltd. und Freight Europe (SNCF).
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