„Der Fondsberater ist eigentlich ein Fondsverkäufer“ 4 Gründe, warum Robo-Advisor Fondsberatern überlegen sind

Roboter auf einer Technologie-Messe in Barcelona: Eine Zusammenarbeit zwischen Robo-Advisor und menschlichen Beratern bietet für beide Seiten Vorteile, meint Whitebox-Gründerin Salome Preiswerk. Foto: Getty Images

Roboter auf einer Technologie-Messe in Barcelona: Eine Zusammenarbeit zwischen Robo-Advisor und menschlichen Beratern bietet für beide Seiten Vorteile, meint Whitebox-Gründerin Salome Preiswerk. Foto: Getty Images

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1. Der Fondsberater ist eigentlich ein Fondsverkäufer

Robo-Advisor dringen unaufhaltsam in den Markt und mittlerweile gibt es kaum jemanden, der ihnen – oder jedenfalls dem Modell per se – den zukünftigen Erfolg absprechen möchte. Aber warum ist das so und wie ist es dazu gekommen? Die Ursache ist in der traditionellen Welt zu finden. 

Die Vielfalt an Interessenkonflikten führt leider nach wie vor allzu oft dazu, dass der Fokus auf die Bedürfnisse des Kunden verloren geht. Anstatt zu beraten, wird verkauft – natürlich präferiert solche Produkte, die teuer sind und beispielsweise hohe Fondsgebühren sowie hohe Ausgabeaufschläge generieren. Der sogenannte Fondsberater ist also eigentlich ein Fondsverkäufer. 

Zudem können die Produkte, die sich schließlich im Depot des Kunden wiederfinden, nicht wirklich als Portfolio bezeichnet werden. Es handelt sich mehr eine zufällige Ansammlung von Produkten als ein auf Basis einer schlüssigen Assetallokation hergeleitetes Portfolio. 

So jedenfalls gestaltet sich die Situation von Kunden, die noch keinen Zugang zu hochwertiger Vermögensverwaltung haben. Dort bekommen Kunden demgegenüber meist, aber bedauerlicherweise auch nicht immer, ein höherwertiges Portfoliomanagement sowie darüber hinaus gehende, „komplexere“ Dienstleistungen wie Steuerstrukturierungen und Finanzplanungen.