Vorhalle in der Züricher Zentrale der Credit Suisse (Foto: Credit Suisse)

Vorhalle in der Züricher Zentrale der Credit Suisse (Foto: Credit Suisse)

Der große Rückzug: Credit Suisse verabschiedet sich aus 50 Ländern

Deutschland als Private-Banking-Standort scheint für Credit Suisse nicht mehr attraktiv zu sein. Laut Medienberichten und Insiderinformationen will sich die Bank aus der Bundesrepublik zurückziehen und ihr Privatkundengeschäft an Wettbewerber wie BNP Paribas oder Santander verkaufen. Doch der Rückzug dürfte größer ausfallen als gedacht. Denn laut Berichten mehrerer Schweizer Medien will sich das Finanzinstitut auch aus zahlreichen anderen Ländern verabschieden.

Credit-Suisse-Kunden in rund 50 Ländern dürften demnächst die Aufforderung bekommen, ihre Konten bei der Bank bis zum Jahresende zu schließen. In zahlreichen afrikanischen Ländern - etwa Angola und Kongo  - sowie in Turkmenistan, Usbekistan und Weißrussland dürften solche Schreiben an alle Kunden verschickt werden. Die Credit Suisse befürchte den Reputationsschaden, der von Geschäften in diesen Märkten ausgehen könnte, so die Blätter. In anderen Ländern wie Dänemark und Israel will Credit Suisse künftig ausschließlich Kunden mit einem Vermögen von umgerechnet einer Million Schweizer Franken oder mehr betreuen. Hintergrund dürften die hohen Kosten sein, die eine Beratung weniger vermögender Zielgruppen unrentabel machen würden.

Mehr zum Thema
Credit Suisse: Wer übernimmt das deutsche Private Banking? Goodbye Deutschland: Schließt Credit Suisse die Private-Banking-Sparte?