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Digitalisierung in der Landwirtschaft Foto: IMAGO / photothek
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Nebeneffekt der Pandemie

Der Kampf gegen den Klimawandel gelingt nur gemeinsam

Edward Lees, BNP Paribas AM

Grundsätzlich hat sich in Bezug auf die Umwelt durch die Pandemie nichts geändert – die Probleme, die bereits vor fünf oder zehn Jahren existierten, gibt es nach wie vor. Allerdings hat uns die Krise eines gezeigt: Wir dürfen existenzielle Bedrohungen nicht ignorieren, sondern müssen sie ernst nehmen und gemeinsam nach Lösungen suchen.

Damit ist die Bereitschaft gestiegen, Klimaschutzmaßnahmen zu beschleunigen. Denn um die Netto-Null-Ziele zu erreichen, sind umfassende Schritte erforderlich – verbunden mit notwendigen Ausgaben in Höhe von mehreren Billionen US-Dollar. Das dürfte Anlegern zahlreiche neue Investitionschancen eröffnen: In klimabezogenen Branchen scheint in den kommenden zehn bis 20 Jahren eine zweistellige Wachstumsrate möglich.

Herausforderungen an Land, im Wasser und in der Luft

Für den bewussten Umgang mit den Ökosystemen an Land, im Wasser und in der Luft sind Technologie und Innovation nötig.

Im Bereich Wasser zählen die Aufbereitung von Abwasser, die Verringerung des Plastikmülls sowie der Überfischung und die Wiederherstellung von Küstengebieten zu den wichtigsten Herausforderungen. Investitionsgelegenheiten bieten außerdem Unternehmen, die sich mit der Reduzierung des Wasserverbrauchs und der Entsalzung von Meerwasser auseinandersetzen.

An Land sind bei der Plastik- und Abfallentsorgung sowie auf dem Gebiet nachhaltiger Verpackungen Verbesserungen notwendig. Für Anleger bieten sich daher Möglichkeiten im Bereich der Industrialisierung von Kunststoffrecycling durch chemische Zerlegung und Wiederverwendung. Zudem bedarf es einer nachhaltigen Land- und Forstwirtschaft. Es wird nach alternativen Proteinquellen und Möglichkeiten geforscht, um den Wasserbedarf bei der Lebensmittelherstellung zu verringern. Schließlich wächst die Nachfrage nach entsprechender Messtechnik.

Zur Verringerung oder bestenfalls Vermeidung von Luftverschmutzung können Kohlendioxidabscheidung und Filteranlagen beitragen. Innerhalb der menschlichen Ökosysteme gilt es, die Auswirkungen der gebauten Umwelt – also der Städte – zu berücksichtigen. Zu den Lösungsmöglichkeiten gehören hier grüne Gebäude und Effizienzsteigerungen durch vertikale Landwirtschaft.

Breites Spektrum interessanter Anlagemöglichkeiten

Es gibt also eine große, weiter wachsende Zahl an Sektoren, Branchen und Unternehmen, mit denen Anleger die Bekämpfung des Klimawandels unterstützen und gleichzeitig interessante Renditen erzielen können. Dazu gehören nach wie vor auch die „traditionelleren“ Gebiete Wind- und Solarenergie sowie Elektromobilität: Hier schreitet die Entwicklung rasch voran, flankiert von breiter politischer Unterstützung.

In manchen Bereichen sind jedoch noch keine sauberen Technologien verfügbar beziehungsweise werden noch nicht umfassend eingesetzt. Ein Beispiel ist die Dekarbonisierung von Schiffen und Flugzeugen durch den effizienten Einsatz von Brennstoffzellen. Außerdem wird an einer Kernfusion geforscht, die keinen Atommüll erzeugt und das Risiko von Kernschmelzen deutlich verringert.

Die Probleme im Zusammenhang mit dem Klimawandel sind nicht abgeklungen. Um sie zu lösen, bedarf es Investitionen in Höhe mehrerer Billionen US-Dollar. Daher sind wir davon überzeugt, dass sich für Anleger auf diesem Gebiet noch viele Jahrzehnte lang spannende Investmentchancen bieten werden.

Wichtige Informationen:

Alle hier geäußerten Ansichten sind die des Autors zum Zeitpunkt der Veröffentlichung, basieren auf den verfügbaren Informationen und können ohne vorherige Ankündigung geändert werden. Die einzelnen Portfoliomanagementteams können unterschiedliche Ansichten vertreten und für verschiedene Kunden unterschiedliche Anlageentscheidungen treffen. Der Wert von Anlagen und ihrer Erträge kann sowohl steigen als auch fallen und Anleger erhalten ihr Kapital möglicherweise nicht vollständig zurück.

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