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Bluebay-Investmentchef über Zinserwartungen Der Markt schießt über das Ziel hinaus

Halloween-Dekoration in London
Halloween-Dekoration in London: Die Briten fürchten, dass die Inflationsrate noch 2021 über 4 Prozent steigt. | Foto: Imago Images / Zuma Press

Während wir uns dem Abend vor Allerheiligen nähern, geht das Massaker an den Geldmärkten weiter. Ein prominenter Hedgefonds hat sich offenbar verspekuliert und große Verluste erlitten. Allein in der vergangenen Woche haben sich die Geldmarktrenditen in den Industrieländern dahingehend entwickelt, dass sie weitere mehrfache Zinserhöhungen in den nächsten 24 Monaten einpreisen. Besonders bemerkenswert war der Anstieg von 200 Basispunkten in den nächsten zwölf Monaten in Neuseeland.

Wir sind der Ansicht, dass die Bewegungen zwar bis zu einem gewissen Grad durch die steigenden Inflationsrisiken in der Weltwirtschaft gerechtfertigt sind. Der Markt ist aber eindeutig über das Ziel hinausgeschossen, insbesondere im Vereinigten Königreich und in Europa.

Aber wie wir wissen, ist Halloween, der Tag der Toten, eigentlich ein Fest des Lebens. Seit Jahren fragen sich Politiker und Anleiheexperten gleichermaßen, wie lange die Volkswirtschaften den massiven Anstieg der Schuldenlast überleben können und ob es nicht möglich sei, die Schulden durch Inflation abzubauen. Jetzt, wo ein nominales Wachstum von bis zu 8 Prozent, ein Defizit von etwa 4 Prozent für 2022 und Refinanzierungssätze von meist unter 1,5 Prozent erwartet werden, scheint dies plötzlich möglich.

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