Thomas Lorzinski (Gastautor)Lesedauer: 4 Minuten

Der Praxisfall Lebensversicherung wird fällig - was nun?

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Vor vielen Jahren entwickelte die Asset-Management-Branche für ein solches Investmentbedürfnis den Absolute-Return-Ansatz. Bei diesen Anlagen geht es nicht um einen relativen Ertrag wie bei klassischen Fonds, die sich an einem Vergleichsindex orientieren. Bei einem Dax-Minus von 18 Prozent im vergangenen Jahr hätten Fonds mit einem Verlust von 10 Prozent schon vergleichsweise gut abgeschnitten. Als Anleger sieht man das wohl eher anders, nämlich, dass man trotzdem 10 Prozent verloren hat. Beim Absolute-Return-Ansatz geht es stattdessen um den namensgebenden absoluten Ertrag von beispielsweise 3 Prozent, unabhängig von der Richtung der Aktien- oder Zinsmärkte.


Um ein solches Ertragsziel zu erreichen, setzen entsprechende Fondsmanager unter anderem auf sogenannte Long-short-Strategien, die es neben Aktien und Zinsmärkten auch für weitere Investmentbereiche gibt. Ein entsprechender Manager setzt bei Aktien gleichzeitig auf steigende (long) und fallende (short) Aktienkurse und kann so, unabhängig von der Richtung des Gesamtmarkts, ansprechende Ergebnisse erzielen. Dafür ist natürlich die Auswahl der zugrunde liegenden Aktien wichtig. Die gekauften Aktien müssen sich besser entwickeln als diejenigen, die verkauft werden. Dies funktioniert auch in fallenden Märkten. Die gekauften Aktien müssen dazu einfach nur etwas weniger stark fallen als die, die verkauft wurden.

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