Familie mit Kindern: Eltern können auch auf den letzten Drücker noch Geld anlegen. Foto: Pexels

Der Praxisfall

Wie Eltern für die Kinder verspätet Geld anlegen können

Der Fall

Therese (41) und Ernst Machnik (43) ärgern sich. Denn sie haben es irgendwie verschlafen, für ihre Kinder Geld zu sparen. Jetzt ist Bruno 10 und Hannah 7 Jahre alt, und es liegt noch immer nichts auf der hohen Kante. Also wollen die Eltern für jedes Kind ein Guthaben von 10.000 Euro anlegen und zusätzlich monatlich je 200 Euro sparen. Wenn die Kinder 18 Jahre alt sind, soll das Geld zur Verfügung stehen.

Es kann aber auch sein, dass sie es noch liegenlassen und sporadisch fürs Studium oder ähnliche Dinge verbrauchen. Oder gar nicht. Dass das Ganze nicht ohne Risiken gehen kann, ist den Machniks klar. Aber es sollte mit gebremstem Schaum ablaufen und vor allem sollte zum genannten Termin eine vertretbare Rendite vorliegen. Wir unterstellen dabei, dass Lebens- und Krankheitsrisiken gut abgesichert sind – hier haben die Eltern zum Glück nicht geschlafen.

Illustration: Freepik

Anmerkung: DAS INVESTMENT weist darauf hin, dass hier stark vereinfachte Modellfälle dargestellt sind. Sie sollen Anhaltspunkte liefern, können aber eine umfassende und sorgfältige Beratung nicht ersetzen.

Der Vorschlag

Dass es die Machniks über Jahre versäumt haben, für ihre Kinder finanziell vorzusorgen, ist schade, aber nicht mehr zu ändern. Sieben beziehungsweise zehn Jahre sind nun für Hannah und Bruno ungenutzt verstrichen. Daraus ergibt sich, dass das Kursänderungsrisiko des Gesamtportfolios nicht überreizt werden sollte. Anderseits führt heute aus Renditesicht kein Weg an Aktien vorbei, da das Zinsniveau in den letzten Jahren annähernd auf null gesunken ist.

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