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Symbolbild einer Familie mit Kindern: Der Praxisfall beschäftigt sich mit dem Vermögensaufbau für den Nachwuchs | © Pixabay

Der Praxisfall Zum Geburtstag viel Geld

Der Fall

Falko und Wenke Franz haben ihr zweites Kind bekommen. Fedor ist neu auf der Welt, seine große Schwester Lisa ist drei Jahre alt. Die vier leben in einem Einfamilienhaus in der ländlichen Siedlung einer Kleinstadt. Falko Franz arbeitet Vollzeit, seine Frau verkürzt. Lisa geht in den Kindergarten, Fedor soll mit einem Jahr in die Krippe gehen.

Die Familie plant nun, für die beiden Kinder regelmäßig 200 Euro im Monat anzusparen, damit sie zum 20. Lebensjahr über ein gutes Polster verfügen, um zum Beispiel ein Studium bestreiten zu können. Da kommt es wie gerufen, dass die Oma 25.000 Euro je Kind als Startkapital zur Verfügung stellt und zusätzlich monatlich 50 Euro beisteuern möchte.


Illustrationen: Ibrandify/Freepik, Freepik, rawpixel.com/Freepik, davooda/Fotolia

Anmerkung: DAS INVESTMENT weist darauf hin, dass hier stark vereinfachte Modellfälle dargestellt sind. Sie sollen Anhaltspunkte liefern, können aber eine umfassende und sorgfältige Beratung nicht ersetzen.

Der Vorschlag

Bevor mit Familie Franz geklärt werden kann, welche Anlageformen sinnvoll sind, ist die persönliche Absicherung der Familienmitglieder zu prüfen (siehe Kasten oben). Wir stellen fest, dass sowohl ausreichende Risikolebensversicherungen für beide Ehepartner als auch eine angemessene Absicherung im Fall der Berufsunfähigkeit vorhanden sind. Ebenso ist die private Haftpflicht versichert.

Für die Kinder ist eine sogenannte Multi-Risk-Police empfehlenswert, da eine Unfallversicherung nur einen rudimentären Schutz bietet. Die Multi-Risk-Police der Janitos versichert neben der Unfallrente zusätzlich Organschäden, Grundfähigkeiten, im Pflegefall und bietet zudem eine Dread-Disease-Rente. 1.000 Euro monatliche Rente kosten inklusive dynamischer Rentenanpassung 183 Euro im Jahr je Kind.

Bedauerlicherweise hat die Familie bislang für die dreijährige Lisa noch nichts angespart, allerdings sollen beide Kinder zum jeweils 20. Lebensjahr über die gleiche Summe verfügen. Wenn die genannten Werte, je Kind 25.000 Euro sowie insgesamt eine monatliche Sparrate von 250 Euro, ab sofort angelegt beziehungsweise angespart werden, so stünden den Kindern mit 20 Jahren sehr unterschiedliche Beträge zur Verfügung. Bei einer angenommenen Rendite von 5 Prozent über die Gesamtlaufzeit von 20 Jahren könnte Fedor über 168.217 Euro verfügen. Lisa hätte nur 17 Jahre Anspar-zeit zur Verfügung und käme lediglich auf 136.921 Euro.

Daraus ergibt sich die Notwendigkeit, sowohl die Einmalanlage als auch die monatliche Sparleistung für beide Kinder in unterschiedlicher Höhe anzusetzen, um auf ein gleiches Ergebnis zu kommen. Wichtig ist hier die Annahme einer zu erzielenden Rendite. Wir haben uns für 5 Prozent als Grundlage entschieden. Zwar haben die internationalen Aktienindizes zumeist in den jeweiligen 20- beziehungsweise 17-Jahres-Perioden über 7 Prozent jährlich erzielt, allerdings waren gerade auch in jüngster Zeit nur Ergebnisse zwischen 3 und 5 Prozent zu verzeichnen.

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