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Tarife der LV 1871 und der Alten Leipziger vorne

Kemnitz hält es daher für die kundenfreundlichste Variante, wenn „der Eintritt einer BU anhand der letzten Studententätigkeit im konkreten Studienfach geprüft, aber im Rahmen der konkreten Verweisung die Lebensstellung herangezogen wird, die regelmäßig mit dem erfolgreichen Abschluss dieses Studiums erreicht wird“. Sehr gut geregelt sei das – zumindest für Studenten in der zweiten Hälfte der Studienzeit – bei den Tarifen „Golden-BU“ der LV 1871 und „BV10“ der Alten Leipziger.

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Wichtig ist bei der Auswahl des Tarifs auch, ob es Klauseln gibt, die eine Meldung des Berufs bei Berufseintritt verlangen, um die Prämie neu einzustufen. Das Zeitfenster ist oft nicht groß. „Manche Versicherer wechseln bei Nichtmeldung dann in eine Erwerbsunfähigkeitsrente“, sagt Wenzel. „Das kann für den Kunden und für den Makler zu großen Problemen führen.“

Da ein BU-Vertrag, der in jungen Jahren abgeschlossen wird, gerne mal über 40 oder 50 Jahre läuft, sind Nachversicherungsgarantien bedeutend, sagt Stephan Kaiser, „um die Rentenhöhe nach oben zu korrigieren“. Allerdings gebe es hierbei den Stolperstein, dass sie meist an bestimmte Ereignisse geknüpft sind und nur unmittelbar danach auch gezogen werden können. „Diese Frist beträgt oft noch drei Monate. Das ist so kurz, dass sie meist versäumt wird“, sagt Kaiser.

Kundenfreundlicher sei daher eine Frist von sechs Monaten. In Einzelfällen böten Versicherer auch Fristen von zwölf Monaten an. Gut sei es dabei auch, wenn das Versicherungsunternehmen bei der Nachversicherung nicht nur auf die er neute Gesundheitsprüfung, sondern auch auf die Prüfung eventuell neu hinzugekommener Berufs- und Freizeit-risiken verzichtet.