Deutsche Bank Asset Management: Wieder zu verkaufen!

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Im November 2011 wollte die Deutsche Bank ihr Publikumsfondsgeschäft in Amerika (DWS Americas), das globale Vermögensverwaltungsgeschäft für institutionelle Kunden (DB Advisors) und Versicherungsgesellschaften (Deutsche Insurance Asset Management) verkaufen. Dafür nahm die Bank Verhandlungen mit der amerikanischen Investmentgesellschaft Guggenheim Partners auf. Jetzt stellen die Verhandlungspartner ihre Gespräche ein. Lediglich der Verkauf des globalen Vermögensverwaltungsgeschäfts für alternative Anlagen (RREEF) stünde noch zur Debatte, so die Deutsche Bank.

Josef Ackermann hoffte, den Verkauf des ertragsarmen Segments noch vor seinem Abschied als Vorstandschef unter Dach und Fach zu bekommen. Laut Nachrichtenagentur Reuters veranschlagte die Deutsche Bank für das Komplettpaket zuletzt 1,5 bis 1,6 Milliarden Euro – weit weniger als die ursprünglich erhofften 2 Milliarden. Der Verkauf der RREEF brächte nur ein Zehntel des angepeilten Erlöses ein. Momentan verwaltet die RREEF 47 Milliarden Euro.

Der Abbruch der Verhandlungen kommt überraschend, jedoch nicht völlig unerwartet: Zwar hieß es Anfang März noch, dass der Kauf kurz vor dem Abschluss stünde – allerdings äußerte sich Deutsche-Bank-Finanzvorstand Stefan Krause gegenüber Reuters vor kurzem schon skeptischer: Der Verkauf sei „eine komplexe Transaktion“.

Guggenheim Partners hätte durch den Kauf sein Geschäft vervielfacht und die Mitarbeiterzahl verdoppelt.

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