Deutsche Bank: Renminbi auf dem Sprung zur Weltreserve-Währung

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Alan Cloete, Analyst der Deutschen Bank, zeigt sich von der zunehmenden Stärke des Renminbi (RMB) überzeugt: „Angesichts Chinas Pläne, die Kapitalströme bis Ende 2015 zu liberalisieren, wird die Nachfrage nach Renminbi weiter zunehmen“.

Kaum ein Monat vergehe, ohne das die Zentralbank der Volksrepublik Restriktionen für Zahlungsströme in chinesischer Währung für ausländische Investoren lockere. „Seit August 2011 konnten ausländische Geschäfte Verträge in Renminbi in jeder der chinesischen Provinzen abschließen, das wäre vor zwei Jahren noch undenkbar gewesen“, so Cloete.

Der Deutsche-Bank-Analyst verweist zudem auf den US-Ökonom Barry Eichengreen, der den Anteil der chinesischen Währung an den Weltreserven in zehn Jahren bei 15 Prozent sieht. Der entsprechende Anteil der US-Dollars werde sich dann von 60 auf 50 Prozent verringert haben.

Experten erwarten, dass der Erwerb von Renminbi für ausländische Investoren weiter erleichtert wird. Hong Kong fungiert bereits als offshore Handelsmarkt für die chinesische Währung und Peking plant, einen weiteren Handelsplatz in London zu eröffnen.

Im Markt wird bereits darüber spekuliert, ob China im Jahr 2015 den Schritt zur vollen Konvertibilität seiner Währung wagen wird.

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