Deutsche-Bank-Umfrage

Jugendliche erledigen Finanzen online

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Für knapp zwei Drittel (65 Prozent) der Jugendlichen in Deutschland ist es wichtig, Finanzangelegenheiten im Internet erledigen zu können. Fast die Hälfte (45 Prozent) der 14- bis 25-Jährigen gaben an, auch unterwegs via Smartphone oder Tablet Finanzangelegenheiten zu erledigen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Online-Umfrage der Deutschen Bank zum Internationalen Tag der Jugend am 12. August. Im Juli befragte das Institut dazu mehr als 1.000 Schüler, Auszubildende, Studenten und Berufstätige im Alter zwischen 14 und 25 Jahren. Auffällig ist dabei das unterschiedliche Nutzungsverhalten: Deutlich mehr männliche Jugendliche (54 Prozent) nutzen Smartphone oder Tablet für ihre Finanzangelegenheiten als junge Frauen (35 Prozent).

Finanzielle Sicherheit ist für die Jugendlichen wichtig. Das zeigt sich im Sparverhalten: Vier von fünf Jugendlichen (81 Prozent) legen regelmäßig Geld auf die hohe Kante. Von durchschnittlich 457 Euro, die jungen Erwachsenen monatlich zur Verfügung stehen, legen sie rund 122 Euro zurück. Die Sparquote der Jugendlichen und jungen Erwachsenen liegt somit bei 27 Prozent. Damit ist sie fast dreimal so hoch wie die der privaten Haushalte in Deutschland insgesamt – dort lag die Sparquote 2013 bei 10 Prozent (Quelle: Deutsche Bundesbank).

Junge Männer sparen mit durchschnittlich 134 Euro pro Monat etwas mehr als junge Frauen, die 109 Euro zurücklegen. Allerdings verfügen junge Männer mit durchschnittlich 483 Euro pro Monat auch über mehr Einkommen als Frauen im gleichen Alter mit 431 Euro. Die Einnahmen stammen aus Taschengeld, Nebenjobs, Ausbildung und Berufstätigkeit.

Die Spareinlage, also Sparbuch oder Sparcard und Sparplan, zählt mit Abstand zu den beliebtesten Sparformen (63 Prozent) unter den Jugendlichen und jungen Erwachsenen. An zweiter Stelle folgt mit 35 Prozent das Tagesgeldkonto. Jeder fünfte spart mit dem Bausparvertrag. Die Riester-Rente wird von 10 Prozent genutzt, Aktien und Fonds von 9 Prozent und Lebensversicherungen von 6 Prozent. Junge Männer wagen dabei mehr als junge Frauen: Sie entscheiden sich mit 13 Prozent öfter als die weiblichen Befragten (6 Prozent) für eine Geldanlage in Aktien oder Fonds.

Beim Sparen haben die Jugendliche konkrete Ziele vor Augen: 52 Prozent sparen um sich größere Konsumwünsche zu erfüllen, wie beispielsweise den Führerschein, ein Auto, eine Reise oder Elektronik. 21 Prozent legen Geld für die Ausbildung zurück und 17 Prozent schaffen Rücklagen für die Altersvorsorge. Dabei setzen die jungen Menschen auf fachkundige Beratung. Fast zwei Drittel (64 Prozent) vertrauen auf Vermögens- oder Bankberater.

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