Stefan Knoll: Laut dem Vorstandsvorsitzenden und Gründer der Deutschen Familienversicherung verdeutliche der erfolgreiche Börsenauftakt des amerikanischen Insurtechs Lemonade das hohe Upside-Potenzial der DFV-Aktie. | © DFV Deutsche Familienversicherung AG Foto: DFV Deutsche Familienversicherung AG

Deutsche Familienversicherung

Insurtech will Konzernstruktur aufbauen

Die börsennotierte Deutsche Familienversicherung (DFV) hat im Rahmen einer aktuellen Kapitalerhöhung über ihre Zukunftspläne informiert. Demnach könne man auch in der aktuellen Corona-Krise den positiven Ausblick für 2020 bestätigen und rechne weiterhin mit etwa 100.000 Neuverträgen. Ziel der DFV bleibe es, sich zum digitalen Vollanbieter am Versicherungsmarkt weiterzuentwickeln.

Bislang offeriert die DFV ihren Kunden private Zusatz-Policen in den Bereichen Zahn-, Kranken- und Pflege sowie Unfall- und Sachversicherungen. Hierbei setzt das Frankfurter Unternehmen unter anderem auf den Abschluss über digitale Sprachassistenten. „Unser Wachstumspotenzial im digitalen Versicherungsmarkt findet weiter Anerkennung“, kommentiert DFV-Chef Stefan Knoll die jüngste Kapitalerhöhung.

Neu gegründete Risikoträger

Der Nettoemissionserlös aus der Kapitalerhöhung werde von der DFV verwendet, um die bisherige Wachstumsstrategie fortzuführen. Hierzu zählen neu gegründete Risikoträger und neu entwickelte Produkte. „Diese Maßnahmen sind die Grundvoraussetzungen für die Ausweitung des Produktportfolios im Bereich der Krankenversicherung und des damit einhergehenden vergrößerten Marktpotenzials“, so Knoll.

„In 2021 soll sich im Rahmen dieser Strategie die Gründung eines Lebensversicherers anschließen“, kündigt der DFV-Vorstandsvorsitzende an. Mit den neuen Risikoträgern beginne man den Aufbau einer Konzernstruktur und lasse den Status als Start-up der sogenannten Insurtech-Branche hinter sich. „Grundsätzliches Ziel der Strategie ist die Beschleunigung des eingeschlagenen Wachstumskurses.“

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