Auf welche Investmentstrategie setzen Sie in den USA?
Godl: Die Deutsche Finance Group investiert bereits seit Jahren erfolgreich sowohl in US Prime Office Buildings, Prime Developments – vorrangig mit den Nutzungsarten Luxury Residential und Hotels – als auch in die wachsende Asset-Klasse der Life-Science-Immobilien. Prime Office Buildings bilden die Basis der Investmentstrategie. Dabei handelt es sich um herausragende Immobilien in Top-Lagen, in der Regel mit erstklassigen Mietern. Gefragt sind insbesondere institutionelle Club Deals mit Wertsteigerungsstrategien. Durch unsere Maßnahmen werden die Cashflows der Investments optimiert und der Marktwert wird auf einem höheren Niveau stabilisiert.
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Wie muss man sich die Club Deals vorstellen?
Godl: Bei einem institutionellen Club Deal finden mehrere institutionelle Investoren als Partner zusammen. Die Ausgestaltung des institutionellen Club Deals wird zwischen den Investoren vereinbart. Über eine spezielle Tranche erhalten Privatanleger einen Zugang und investieren somit gemeinsam in das gleiche Investment wie die besonders finanzstarken Investoren.
Sie erwähnten Life-Science-Immobilien. Warum sind diese besonders interessant?
Godl: Mit der Life-Science-Immobilie zeichnet sich eine neue Immobilienstrategie ab. Denn aufgrund des Megatrends Demografie, der personalisierten Medizin sowie des erhöhten Gesundheitsbewusstseins wird die Produktion von innovativen Medizin- und Pharmaprodukten derzeit stark beschleunigt. Die expandierende Biotech- und Life-Science-Branche benötigt mehr Fläche für Verwaltung, Forschung und Entwicklung sowie für die Produktion.
Welche Vorteile bringt dieser Fokus?
Godl: Das Life-Science-Segment verfügt über große Robustheit und Krisenresilienz und ermöglicht zukunftsorientierte Immobilieninvestments. Der Sektor entwickelt sich sowohl als Wissenschaftsfeld als auch als wirtschaftliche Größe mit einer enormen Dynamik. Die hohe Nachfrage nach Forschungs- und Entwicklungsflächen, Diagnosezentren und Gesundheitseinrichtungen steht im direkten Zusammenhang mit der steigenden Nachfrage für Erzeugnisse der Pharmaindustrie – in den vergangenen 20 Jahren haben sich die entsprechenden Ausgaben weltweit verdreifacht. Erfolgreiche Cluster wie Boston, Massachusetts – die Hochburg der Biotechnologie- und Pharmabranche – verdeutlichen, dass dieser Industriesektor zum stabilen Wirtschaftsmotor für ganze Regionen werden kann.
Und hier liegt Potenzial brach?
Godl: Der Bedarf an hochmodernen Labor-, Verwaltungs- und Büroflächen – sogenannten Lab-Offices – dürfte gerade an Topstandorten und in Volkswirtschaften wie den USA auf Jahre hinaus weiter steigen. Aber auch im Langfristvergleich verbuchen die Zukunftsbranchen Life Sciences und Biotechnologie eine konstant zunehmende Anzahl an Beschäftigten und Investitionen.

