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Deutsche Fondsliga: Smart-Invest arbeitet sich nach vorn

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Für seinen VfB Stuttgart läuft es nach wie vor nicht rund, doch in der Fondsliga fasst Arne Sand allmählich Tritt. Mit einem Plus von 2,03 Prozent erzielte der von dem Stuttgarter Vermögensverwalter betreute Smart–Invest Superfonds in der vergangenen Woche unter allen Teilnehmern das beste Ergebnis und rückte dadurch von Rang 13 auf Rang 8 vor.

Damit verringerte sich der Abstand auf den in der Gesamtwertung nach wie vor führenden Allianz RCM Wachstum Europa auf 6 Prozentpunkte (siehe Tabelle).

Obwohl Sand als oberstes Ziel seines mit einem Trendfolgesystem arbeitenden Dachfonds die Verlustvermeidung nennt, ist er bereits seit dem Start der Fondsliga sehr offensiv aufgestellt.

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Warf ihn anfangs noch sein hohes China-Engagement zurück, so macht sich mittlerweile der hohe Anteil von Schwellenländerinvestments bezahlt. Rund zwei Drittel seines Portfolios stecken in entsprechenden Zielfonds, größte Einzelpositionen sind der HSBC Latin American Freestyle mit knapp 11 Prozent und der Baring Latin America mit 10 Prozent.

Neben Schwellenländern Rohstoffe und Immobilienaktien im Fokus

Ebenfalls stark engagiert ist Sand in Osteuropa, wo der SEB Eastern Europe Small Cap, der Baring Eastern Europe und der Blackrock Emerging Europe zusammen mit dem Baring Russia auf ein Gewicht von 23 Prozent kommen.

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Weitere Schwerpunkte des Smart–Invest Superfonds liegen bei Rohstoffen (Earth Exploration UI, Blackrock World Mining) und bei europäischen Immobilienaktien (Fortis Real Estate Securities Europe, Henderson Pan European Property). Die Barreserve beträgt knapp 8 Prozent.

Für die in den vergangenen Wochen eher schwache Verfassung vieler Börsen weiß Sand nur eine plausible Erklärung: "Die Übertreibungen nach oben korrigieren gerade wieder etwas." In den vorangegangenen Monaten seien die Kurse trotz überwiegend negativer Meldungen stetig gestiegen, nun sei es genau umgekehrt: Die guten Nachrichten häuften sich, doch die Börse reagiere nicht darauf.

So hätten viele Unternehmen im Oktober positive Zahlen gemeldet, und auch die Wirtschaftsforschungsinstitute würden langsam wieder positiver in ihren Aussichten. Sand sieht deshalb bis auf weiteres auch keinen Grund, die Anfang des Jahres noch bei Null liegende Aktienquote wieder deutlich zu reduzieren.

Stark in Japan engagierte Fonds kommen nicht vom Fleck

Wenig Veränderungen gibt es am Tabellenende. Mit dem DWS Intervest, dem Pioneer Global Select und dem Sparinvest Global Value liegen derzeit drei international aufgestellte Fonds hinten, die in japanischen Aktien übergewichtet sind – am stärksten der Sparinvest-Fonds mit einem Anteil von 26 Prozent.

Bislang machte sich das nicht bezahlt: Japans Börse verlor in der vergangenen Woche gegen den Trend weiter an Boden, der Leitindex Nikkei rutschte erneut unter die Marke von 10.000 Punkten.

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