Deutsche Fondsmanager unterschätzen Auswirkungen von Ucits IV
Interessant auch die Frage nach den Auswirkungen der neuen Regeln auf das eigene Geschäftsmodell: Nur jeder achte Manager sah sein Unternehmen stark betroffen, möglicherweise ein Teil jener Befragten, die bereits die Umsetzung von Ucits IV angepackt hatten. Ein Drittel rechnete mit mittelschweren und 54 Prozent nur mit geringen Folgen. Hinter der knappen Mehrheit vermutet Ley Spezialfonds (die von der novellierten Richtlinie nicht betroffen sind) oder Unternehmen, die – mit Tochter- oder Schwestergesellschaften – bereits international aufgestellt sind.
Recht realistisch erscheinen die Zeiten, die die Manager für die Umsetzung der neuen Vorgaben angesetzt haben. 48 Prozent veranschlagen den Zeitbedarf mit ein bis drei Jahren, 46 Prozent mit drei bis fünf Jahren. Sechs Prozent halten sogar einen Zeitrahmen von bis zu zehn Jahren für realistisch. „Angesichts solcher Zeitvorstellungen ist es schon erstaunlich, wie wenige Fondsgesellschaften sich bislang ernsthaft mit den Veränderungen auseinandergesetzt haben, die schließlich schon in gut einem Jahr auf sie zukommen“, wundert sich Ley.
„Drei Viertel der befragten wissen nicht, ob sie Ucits IV und die ebenfalls neu zu erwartende AIFM-Richtlinie gemeinsam umsetzen sollen. Jene 23 Prozent, die sich bereits dafür entschieden haben, dürften ebenfalls zu der Gruppe gehören, die sich schon mit der Umsetzung von Ucits IV beschäftigt.“ Die AIFM-Richtlinie (AIFM: Alternative Investment Fund Management) betrifft nach aktuellem Stand zum Beispiel Immobilien- und Spezialfonds.
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