Wolfgang Lippert: Von der Treuhand verklagt

Er war ein Star in der DDR und moderierte nach der Wende „Wetten Dass“ und andere Unterhaltungsshows. Wie viele Promis wollte auch Lippert mit dem Abschreibungsgeschäft der 90er-Jahre Steuern sparen. 1994 kaufte der Entertainer auf Kredit für 2,4 Millionen Mark ein Haus mit fünf Wohnungen im Berliner Stadtteil Mahlsdorf. Er fiel auf einen Betrüger herein, denn die Wohnungen waren nicht mehr als 850.000 Mark wert.

Ein weiterer Fehlschlag war der Kauf eines Kinos in Köpenick aus Beständen der Treuhand. Lippert hatte sich zudem verpflichtet 1,5 Millionen Mark in das alte Gebäude zu investieren. Doch dann er erhielt keine Kredite mehr, er hatte sich zuvor nicht bei den Banken erkundigt. Das Kino musste schließen, die Treuhand verklagte ihn wegen Vertragsbruch und weitere Forderungen häuften sich.

2002 meldete Lippert private Insolvenz an. Von seinem Verdienst blieben ihm monatlich 930 Euro. Der Rest ging, wie auch seine Immobilie, in die Schuldentilgung. Im Jahr 2011, mittlerweile schuldenfrei, veröffentlichte er seine Geschichte in seinen Memoiren „Lippi-Bekenntnisse“.

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