Susan Atwell: Honorare gingen direkt an den Insolvenzverwalter Mit Ende 20 nahm die Moderatorin einen Millionenkredit auf und investierte in Ost-Immobilien. „Das klang alles sehr solide und ich dachte mir, wenn all diese Menschen, die wirklich etwas von Geld zu verstehen schienen, da mitmachen, dann muss das ja etwas Sinnvolles sein“, schilderte sie ihre Motivation bei „Menschen bei Maischberger“. Die Immobilien sollten ihre Altersversorgung sein. Bedenken ihres Steuerberaters hatte sie überhört. Das Haus, das sie für 1,5 Millionen Mark gekauft hatte, musste sie für 240.000 Euro verkaufen. Auch 400.000 Euro, die sie in ein Parkhaus in Schwerin investiert hatte, waren am Ende weg.

Sie hatte zudem für mehrere Firmen ihres damaligen Ehemanns gebürgt, der ebenfalls Insolvenz anmelden musste. „Dann brach alles zusammen – es kamen immer mehr Mahnungen und Briefe, es wuchs mir alles über den Kopf“, so die Moderatorin bei Maischberger. Ihr ganzes Geld sei in den Zinszahlungen verschwunden.

Atwell stand trotz der Sorgen weiter vor der Kamera, moderierte für HR und NDR. Doch die Honorare von ihren Moderations-Jobs flossen direkt an den Insolvenzverwalter. Mit rund 1.630 Euro im Monat musste sie für sich und ihre beiden Töchter auskommen, erzählte sie. Mittlerweile ist das 2010 gestartete Insolvenzverfahren beendet, die Moderatorin schuldenfrei.  zurück zum Artikel