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Demografie-Kollaps bleibt aus Deutsche Rentenversicherung: Stabile Beitragssätze bis 2027

Gundula Roßbach
Gundula Roßbach: Die DRV-Chefin rechnet mit stabilen Beitragssätzen zur Rentenversicherung bis 2027. | Foto: Imago Images / Metodi Popow

Der Beitragssatz zur gesetzlichen Rentenversicherung liegt in Deutschland seit 2018 bei 18,6 Prozent. Dies werde bis einschließlich 2027 so bleiben, erklärt Gundula Roßbach, Chefin der Deutschen Rentenversicherung (DRV), gegenüber der Bild-Zeitung.

„In den nächsten Jahren wird die demografische Belastung deutlich weniger zunehmen als bisher erwartet“, sagt Roßbach. Das zeigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes. Die Behörde hat in ihrer jüngsten Analyse ihre bisherigen Annahmen korrigiert. Demnach wird der Anteil der Älteren an der Bevölkerung in den kommenden Jahrzehnten längst nicht so dramatisch steigen, wie bisher gedacht.

44,7 alte auf 100 junge Menschen bis 2060

Heute kommen 34,8 Alte auf 100 Menschen zwischen 20 und 65 Jahren. Bis 2060 soll diese Zahl auf 44,7 Alte steigen. In den bisherigen Berechnungen war ein Anstieg auf 55 alte Menschen prognostiziert. Damit bleibt der von den Experten seit Jahren befürchtete Demografie-Kollaps wohl aus.

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Auch finanziell stehe die gesetzliche Rentenversicherung gut da, berichtet die Bild-Zeitung. Statt des für dieses Jahr erwarteten Defizits von einer Milliarde Euro gebe es einen Überschuss von einer Milliarde Euro. Damit sei die Rentenkasse „finanziell solide aufgestellt“, zitiert das Blatt aus einem Gutachten des Sozialbeirats.

 

Wirtschaftsweise und DAV fordern höheres Renteneintrittsalter

Unterdessen blicken sowohl die Wirtschaftsweisen als auch die in der Deutschen Aktuarvereinigung (DAV) organisierten Versicherungsmathematiker deutlich pessimistischer in die Zukunft. So übergab der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Lage – auch bekannt als „die Wirtschaftsweisen“ – Bundeskanzler Olaf Scholz das Jahresgutachten 2023/2024, in dem unter anderem eine weitere Anhebung des Renteneintrittsalters vorgeschlagen wird. Die Deutsche Aktuarvereinigung stimmte diesem Vorschlag zu.

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