Deutsche wissen mehr über Aktien als angenommen

Die Deutschen verfügen über ein umfassenderes Wissen zur Kapitalanlage und haben eine höhere Risikobereitschaft als angenommen. Dies geht aus der Studie „Perspektiven 2007/2008“ von Cominvest hervor. Für die Studie befragte BBDO Consulting im Auftrag von Cominvest 1.500 Deutsche zwischen 18 und 60 Jahren. Die drei zentralen Ergebnisse:

Erstens haben 74 Prozent der Bundesbürger die Notwendigkeit der privaten Altersvorsorge erkannt, während 13 Prozent noch eine angemessene Rente vom Staat erwarten. Dabei ist die Akzeptanz von Aktienanlagen gestiegen. „Bereits 35 Prozent der Bundesbürger betrachten Aktienfonds als geeignetes Instrument für die Altersvorsorge“, sagt Sebastian Klein, Sprecher der Geschäftsführung bei Cominvest.

Zweitens ist das Wissen der Deutschen über Finanzen nicht so gering wie oft unterstellt. Die Wissensfragen zu Anlageformen beantworteten sie zu 73 Prozent richtig. Die Fragen zu Aktien waren sogar zu 83 Prozent korrekt.

Drittens ist die Risikobereitschaft der Deutschen höher als angenommen. 29 Prozent der Befragten sind bereit, bei Investitionen Risiken einzugehen. Weitere 29 Prozent betrachten ihr Anlageverhalten als ausbalanciert zwischen risikoscheu und risikobereit. 42 Prozent der Befragten bezeichneten sich als risikoscheu. Anbieter, Politik und Medien müssten jedoch bei der Produktvielfalt mehr Transparenz schaffen, um die Akzeptanz von Aktienanlagen zu fördern, so Klein.

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