Karl Huber, Pioneer

Karl Huber, Pioneer

Deutschland-Fondsmanager: „Die Bodenbildung ist da“

„Die Bodenbildung ist da, aber sie wird aller Voraussicht nach noch mehrere Monate dauern“, kommentiert Huber die derzeitige Entwicklung am deutschen Aktienmarkt. Trotzdem seien neue Tiefststände und einen sehr nervöse Berg- und Talfahrt auch  für die nahe Zukunft nicht auszuschließen. Der Aktienexperte sieht aber auch Chancen: „Was wir gerade erleben, ist eine Bärenmarkt-Rally. Meiner Ansicht nach ist es wichtig daran teilzuhaben, selbst wenn es noch mal nach unten geht.“ Sollte der Dax wieder unter 4.000 Punkte fallen, sei dies unter Chance-Risiko-Gesichtspunkten ein guter Einstiegszeitpunkt. Das größte Potenzial sieht Huber momentan in den Sektoren Versicherungen und Investitionsgüter. „Wir haben die sehr defensive Ausrichtung des Fonds geändert und zyklischer ausgerichtet“, erklärt Huber, Von den Konjunkturpaketen erwartet der Pioneer-Experte keine allzu schnellen Effekte. „Grundsätzlich sind die Konjunkturpakete positiv.“ Allerdings seien deutsche Top-Unternehmen wie Siemens sehr international ausgerichtet, weshalb der breite Schub für den Dax eher gering ausfalle. Vom deutschen Konjunkturprogramm profitierten vor allem Infrastrukturprojekte und der öffentliche Bau. „Es gilt nun genau zu analysieren, welches Unternehmen, mit welcher Geschäftseinheit, wann davon profitiert“, sagt Huber. Er vermutet, dass sich die Wirkungen im Baubereich erst Ende 2009 oder 2010 zeigen werden. Die Abwrackprämie sei eine gute Idee für die Kleinwagenverkäufer. Aus deutscher Sicht sei VW aber der einzige Profiteur.

Mehr zum Thema
Pioneer-Fonds: Feste Zinsen, feste Laufzeit „Der Aktienmarkt bildet den Boden“ Doping fürn Dax: Goldman Sachs startet Turbo-Tage