Deutschlands Zugpferde unter der Lupe Das sind die stärksten Wirtschaftsbranchen
Platz 1: Industrie
Die meisten Umsätze erzielt in Deutschland die Industrie: Gleich 26 Unternehmen tummeln sich auf der EY-Top-100-Liste. Branchenprimus ist Siemens. Weitere umsatzstarke Vertreter sind Hochtief und HeidelbergCement.
Siemens
Das Technologie-Unternehmen Siemens ist spezialisiert auf Elektrotechnik und Elektronik. Dazu zählen unter anderem Antriebs- und Gebäudetechnik, Automatisierung und Digitalisierung, das Internet-of-Things (IoT) und die Energiegewinnung aus regenerativen Quellen. Das Unternehmen beschäftigt in Deutschland mehr als 114.000 Mitarbeiter an 125 Standorten und ist damit einer der größten privaten Arbeitgeber des Landes. Die Firmenhauptsitze befinden sich in Berlin und München.
Seit dem Geschäftsjahr 2013/2014 verzeichnet Siemens kontinuierlich wachsende Umsatzzahlen. 2017/2018 erreichte das Unternehmen rund 83 Milliarden Euro.
Hochtief Solutions
Die 1875 in Frankfurt am Main gegründete Hochtief Aktiengesellschaft besitzt einen Auslandsanteil am Gesamtumsatz von 95 Prozent. Damit zählt das heute in Essen ansässige Unternehmen zu den größten global agierenden Baukonzernen. Der Unternehmensschwerpunkt liegt auf urbanen und sozialen Infrastrukturprojekten, Verkehr und Energie.
2017 betrug der Umsatz 22,63 Milliarden Euro. 2018 lag der Außenumsatzbei rund 24 Milliarden – so die jeweiligen Finanzberichte.
Heidelberg Cement
Die HeidelbergCement AG operiert inzwischen in 60 Ländern an 3.000 Standorten. Mit 60.000 Mitarbeitern steht der deutsche Baustoffkonzern, der 1873 als regionaler Zementhersteller begann, weltweit an der Spitze bei Zuschlagstoffen (Hilfsstoffen). Dahinter folgen die Bereiche Zement und Transportbeton.
17,27 Milliarden Umsatz erzielte HeidelbergCement 2017. Im Jahr darauf lag der Umsatz bereits bei rund 18,1 Milliarden Euro.
Die HeidelbergCement setzt auf Nachhaltigkeit: Bis 2030 plant der Konzern, die CO2-Emissionen um 30 Prozent zu senken (im Vergleich zu 1990). Diese Zielsetzung stimmt überein mit den von der International Energy Agency (IEA) festgelegten Werten. Erreicht werden soll die CO2-Reduktion durch eine Erhöhung von alternativen Roh- und Brennstoffen. Außerdem soll die Produktion effektiver werden. HeidelbergCement investierte 2017 rund 141 Millionen Euro für Forschung und Technik, um diesem Ziel gerecht zu werden.

