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Devisen-Dumping

Wie die Währungsturbulenzen den Big-Mac-Index durcheinander wirbeln

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Vor einem Jahr bekam man für einen Euro noch 1,38 US-Dollar, heute sind es knapp 18 Prozent weniger. Auch Japan liegt im Wettlauf um die schwächste Währung in aussichtsreicher Position: Der Yen verbilligte sich gegenüber dem US-Dollar in den vergangenen zwölf Monaten um 12 Prozent, auf Sicht von drei Jahren steht eine Abwertung von rund 50 Prozent.

Auf der anderen Seite der Schweizer Franken: Bis vor wenigen Tagen quasi an den Euro gekoppelt, verlor er in den letzten Monaten im gleichen Maße gegenüber dem US-Dollar an Wert – um dann, nach seiner Freigabe vergangene Woche in kürzester Zeit um 10 Prozent aufzuwerten.

Wie stark die Währungen der Welt mittlerweile auseinander gedriftet sind, zeigt der vom Wirtschaftsmagazin Economist ermittelte Big-Mac-Index. Hier ist abzulesen, wie viel das Burger-Brötchen in verschiedenen Ländern umgerechnet in US-Dollar kostet. Laut der Währungstheorie der Kaufkraftparität, passen sich Wechselkurse und Inflationsraten langfristig (!) so an, dass die Kaufkraft in verschiedenen Währungsräumen gleich ist – ein internationales Produkt wie der Big Mac also in allen Ländern das gleiche kostet.



Von einem solchen Gleichgewicht sind wir zurzeit meilenweit entfernt, kostet der Big Mac in der Schweiz (7,54 US-Dollar) aktuell doch mehr als das sechsfache wie in der Ukraine (1,20 US-Dollar). Gemessen am Preis des Big Macs ist die Ukrainische Hrywnja gegenüber dem US-Dollar um knapp 75 Prozent unterbewertet. Mit anderen Worten: Damit die Kaufkraftparität zwischen beiden Ländern hergestellt wäre, müsste die Ukrainische Hrywnja ihren Wert gegenüber dem US-Dollar vervierfachen.

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