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Brasilianischer Präsident Jair Bolsonaro: Ein Fonds der DWS setzt ganz auf das südamerikanische Land. | © Getty Images Foto: Getty Images

Fondsperle

Der DWS Invest Brazilian Equities segelt mit Rückenwind

Seit der Rechtspopulist Jair Bolsonaro im Oktober 2018 in Brasilien zum Präsidenten gewählt wurde, herrscht an der Börse des Landes Hochstimmung. Der Bovespa-Index, der führende Aktienindex des Landes, legte seither zweistellig zu. „Das Umfeld für Aktien hat sich verbessert“, bestätigt Luiz Ribeiro, als Fondsmanager zuständig für den DWS Invest Brazilian Equities, der in brasilianische Aktien sowie Unternehmen mit Geschäftsschwerpunkt in Brasilien investiert.

Fondsmanager Luiz Ribeiro
Foto: DWS

Von Bolsonaro und seinem neoliberalen Wirtschaftsminister Paulo Guedes erhofft sich die Wirtschaft Strukturreformen. Die erste konnte der Präsident kürzlich mit der Rentenreform durchs Parlament bringen.

Rückenwind für den DWS Invest Brazilian Equities, der seit der Wahl die Konkurrenz um Längen schlägt. Die Bilanz von Fondsmanager Ribeiro konnte sich aber schon vor Bolsonaros Amtsantritt sehen lassen. Auf Drei-Jahres-Sicht legte der 2012 aufgelegte Fonds um 23,3 Prozent zu, in den vergangenen fünf Jahren waren es knapp 11 Prozent pro Jahr – und das, obwohl das Land 2015 und 2016 eine Rezession durchgemacht hat, die als schwerste in der Geschichte des Landes gilt.

„Brasilien befindet sich gerade erst in den Anfängen eines neuen Wirtschaftszyklus“, sagt Ribeiro. Jüngstes Anzeichen für die Erholung der Binnenwirtschaft ist die gesunkene Inflationsrate, infolge derer die brasilianische Zentralbank den Leitzins auf ein Rekordtief von 5 Prozent senkte.

Mit einem Bottom-up-Ansatz, bei dem zunächst einzelne Unternehmen analysiert werden, will der DWS-Fondsmanager von der wirtschaftlichen Erholung profitieren. Dabei setzt er vor allem auf Finanzdienstleistungen sowie nichtzyklische und zyklische Konsumgüter. Erstere hat Ribeiro 2019 gegenüber Vorjahr noch mal um 20 Prozent aufgestockt. Die Finanzbranche macht mittlerweile knapp 30 Prozent des Portfolios aus – auch die zwei Top-Einzelpositionen stammen aus diesem Bereich.

Ziel des Fondsmanagers ist es, mit den „besten Ideen des lokalen Markts“ ein konzentriertes Portfolio aufzubauen. In der geringen Risikostreuung liegt dann auch eine mögliche Schwäche des Aktienfonds. Der maximale Verlust lag in den vergangenen drei Jahren bei knapp 22 Prozent, die Volatilität bei fast 31 Prozent. Hinzu kommt, dass Bolsonaro abseits wirtschaftlicher Jubelarien hauptsächlich für negative Schlagzeilen sorgt.

Brasiliens Präsident steht etwa wegen der stark gestiegenen Regenwaldrodung in der Kritik. Die Wirtschaft lässt sich die gute Stimmung aber nicht verderben. Fondsmanager Ribeiro rechnet mit einem kontinuierlichen Wachstum und glaubt, dass in der Folge brasilianische Aktien als weniger riskant wahrgenommen werden.

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