Stabil in der Krise Was Euro-Rentenfonds alles können
Heraus kommt eine bunte Mischung aus sehr flexiblen Ansätzen, jeder auf seine Weise irgendwie gut. Wie die Tabelle unten zeigt, ist Jens Franck mit seinem Nordix-Fonds vorn mit dabei. Wie hat er das gemacht? „Wir kaufen überwiegend Bank- und Versicherungsanleihen, insbesondere aber nachrangige Anleihen aus diesen Segmenten. Sie bieten meist eine höhere Verzinsung, ohne das Risiko deutlich zu steigern und sind zudem nicht vom EZB-Ankaufsprogramm erfasst“, erklärt Franck. Zurzeit liegen 55 Prozent seines Portfolios allein in Bankanleihen.
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Es sind Mut und Statut, die Fondsmanager von den abgegrasten Weiden weg in noch zumindest halbwegs grüne Landschaften und damit in den Erfolg führen. Indem er sich von Indizes weitgehend fernhält und bewusst auch nachrangige Papiere auswählt, hebt Franck die Rendite seines Portfolios auf immerhin 3 Prozent und kündigt an: „Unter Berücksichtigung zusätzlicher Sonder- und Kurseffekte, wie vorzeitigen Anleihen-Kündigungen, ist eine Rendite von zirka 4 Prozent für unsere Investoren möglich.
“Wir bleiben in Hamburg. Ein Anruf in der Privatbank Goyer & Göppel ist ein bemerkenswertes Erlebnis. Keine Telefonzentrale, keine Warteschleife mit Supermarktmusik – stattdessen ist Gesellschafter Björn Göppel direkt in der Leitung und gibt Auskunft zum Goyer & Göppel Zins-Invest Alpha Universal (DE000A14N8L8), den ein Team aus den Geschäftsführern und externen Spezialisten betreut. Nein, auch dort seien derzeit keine Staatsanleihen im Portfolio, erklärt Göppel, und insbesondere Bundesanleihen seien kein Thema.
„Stattdessen kaufen wir Zinstitel mit ansprechenden Renditen von guten oder zumindest ordentlichen Schuldnern“, bringt er das Konzept auf den Punkt. Hin und wieder griffen sie zu Spezialtiteln wie Floating Rate Notes, bei denen sich der Zinskupon nach einem Marktzins richtet. Außerdem sei man ebenso wie Nordix-Manager Jens Franck nachrangigen Anleihen nicht abgeneigt.
