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Händler an der New Yorker Börse: Unter den Hochzinsanleihen-Fonds gibt es auch im aktuellen Marktumfeld renditeträchtige Produkte. | © imago images / Xinhua Foto: imago images / Xinhua

Im Minenfeld

Erfolgreiche Hochzinsfonds – es gibt sie weiterhin

Das Unternehmen Constellis mit Sitz im US-Bundesstaat Virginia schützt, was auch immer zu schützen ist – Menschen, Objekte, Systeme. Es beschäftigt 22.000 Menschen und einige Hunde und arbeitet in 30 Ländern weltweit. Und es ist das erste Unternehmen im Universum der Rating-Agentur Standard & Poor’s (S&P), das 2020 seine Schulden nicht begleichen kann. S&P stuft Constellis gleich am 2. Januar von der ohnehin schon nicht sehr tollen Note CC auf SD herab. Das bedeutet „vereinzelt ausgefallen“ („selectively defaulted“).

Hochzinsanleihen gelten – zumindest für Anleger aus der Eurozone – als eine der wenigen Bastionen, in denen es noch nennenswerte Renditen zu holen gibt. Die Regel bei diesen auch unter dem Begriff „High Yield“ laufenden Anleihen ist simpel: Weil die Schuldner verhältnismäßig schwach sind, fordern Anleger im Vergleich zu vermeintlich risikofreien Anlagen einen Renditeaufschlag (Spread). Als Maßstäbe gelten zumeist Bundesanleihen im Euroraum und US-Staatsanleihen im Dollarraum. Damit besteht die Rendite immer aus diesen zwei Komponenten. Das sorgte dafür, dass Hochzinsanleihen in den vergangenen Jahren gleich aus zwei Richtungen Auftrieb bekamen.

Einerseits drückten die Zentralbanken den risikofreien Zins direkt, indem sie Leitzinsen senkten und Staatsanleihen kauften. Andererseits vertrieben sie damit Anleger aus den hochwertigen Anleihegegenden hinein in die Hochzinsgefilde. Dieser Zulauf der etwas abwertend als Rendite-Touristen bezeichneten Anleger ließ die Spreads vor allem in den oberen Rating-Regionen BB und B sichtlich zusammenschnurren.

Wobei das dies- und jenseits des Atlantiks in ähnlichem Ausmaß passierte. Dass die Märkte so unterschiedliche Gesamtrenditen liefern, liegt an der risiko freien Komponente. US-Staatsanleihen mit fünf Jahren Restlaufzeit, eine für Hochzinsanleihen übliche Dauer, liefern derzeit rund 1,6 Prozent Rendite (Stand: 22. Januar 2020). Vergleichbare Bundesanleihen liegen bei minus 0,6 Prozent. Die Spreads hingegen weichen für Hochzinsverhältnisse gar nicht mal so stark voneinander ab (siehe Kasten unten).


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