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Mit Kulanz durch die Krise Wie Versicherer Policen-Stornos verhindern wollen

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Zu einem ähnlichen Ergebnis kommt auch der Bundesverband der Verbraucherzentralen, der Bürger ab 14 Jahren nach den erwarteten Folgen der Krise für ihre private Altersvorsorge befragte (siehe Grafik). Jeder Dritte sorgt sich demnach sehr stark oder eher stark, dass seine Finanzpolster an Wert verlieren.

Bei Befragten mit einem Haushaltsnettoeinkommen zwischen 1.500 und 2.500 Euro betrifft das sogar jeden Zweiten. „In der aktuell von vielen als existenziell erlebten Krisenlage, können sich gerade die Versicherer als starke, haltgebende und orientierende Partner zeigen“, empfiehlt in dieser Situation Tanja Höllger.

Gleichzeitig mahnt die Geschäftsführerin des Kölner Marktforschungsinstituts Heute und Morgen: „Dabei steht die Branche jedoch unter genauer Beobachtung einer emotional derzeit besonders empfindlichen und aufgekratzten Bevölkerung.“ Für konkrete Hilfsangebote seien aber viele Kunden grundsätzlich offen und erwarteten diese sogar von ihrem Anbieter.

Doch wie sollen diese Offerten jetzt ihre Empfänger erreichen? Für die Makler und Vertreter als Mittler zwischen Assekuranz und Kunde besteht vorerst das Problem, dass sie aufgrund der Kontaktverbote kaum noch persönliche Treffen anberaumen können. Die Kommunikation muss folglich kontaktlos online, per Telefon oder Video erfolgen. Darauf sind aber längst nicht alle Vermittler so gut vorbereitet wie der Heidelberger App-Betreiber Getsafe, der im März erstmals 10.000 seiner Sach-Policen in einem Monat absetzte.

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