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Viel mehr als nur Altersvorsorge Den Ruhestand besser lange vor der Rente planen

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Woran liegt das aber? Zum einen sicherlich am demografischen Wandel und medizinischen Fortschritt. Beides führt dazu, dass Menschen heute nicht nur länger leben, sondern dabei auch oft noch gesund und fit sind und einfach keine Lust auf Dauer-Faulenzen haben. Zum anderen gibt es Menschen, die es sich schlicht nicht leisten können, auf ihr Arbeitseinkommen zu verzichten.

Egal zu welchem Lager man letztendlich gehört, der eigene Ruhestand sollte vernünftig geplant sein. Doch was gilt es dabei zu beachten? Welche Faktoren und Risiken spielen eine Rolle, und wie geht man systematisch an die Planung heran, um den Ruhestand ohne finanzielle Sorgen genießen zu können?

Das sind Fragen, die man am besten mit einem Berater besprechen sollte. Warum? „Gerade in der Generation 50plus, die bald auf den Ruhestand zusteuert, aber zugleich noch ausreichend Zeit zur Vorsorge hat, gehen wir davon aus, dass 90 Prozent noch Wissenslücken haben“, sagt Malte Wolter, Gruppenleiter Produktmanagement der Condor Lebensversicherung. „Der Bedarf an einer Beratung für die Ruhestandsplanung ist daher groß.“

Ruhestandsplanung in zwei Schritten

Schritt 1 einer vernünftigen Ruhestandsplanung ist es genau zu überlegen, wie viel Geld man später einmal brauchen wird. Dazu wiederum muss man wissen, wie man seinen Ruhestand denn gestalten will: Wann will ich in Rente gehen? Will ich dann noch in Teilzeit weiter arbeiten oder nicht? Wie wohne ich später? Habe ich ein Auto? Wie oft will ich reisen, in die Oper gehen, im Restaurant essen? Möchte ich mein Erspartes aufbrauchen oder den Kindern etwas vererben? Anhand dieser Fragen kann man seinen Finanzbedarf im Alter in etwa schätzen.

Ein Fehler, den die Menschen hierbei gerne machen, ist es, die eigene Lebenserwartung gehörig zu unterschätzen – und damit auch falsch dabei zu liegen, wie lange das eigene Vermögen eigentlich reichen muss. Die Lebenserwartung nimmt in Deutschland seit Jahren immer weiter zu – um rund siebeneinhalb Jahre pro Generation. „Eine heute 65-jährige Frau wird immerhin mit über 80 Prozent Wahrscheinlichkeit 80 Jahre alt“, sagt Wolter. Und so lange muss das Vermögen im Zweifel reichen.

Weil man eben nicht weiß, wie alt man wird, kann sich hier eine Rentenversicherung lohnen. Sie zahlt eine lebenslange Rente, egal, wie alt der Kunde wird (wie man dabei auch noch Steuern sparen kann, erfahren Sie im Kasten zur Rürup-Rente).

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