Rechenaufgabe für Immobilienkäufer Foto: obs/CLARK

Versicherungen

Die 5 Pflicht-Policen für Immobilienbesitzer

In Zeiten von Corona-bedingtem Lockdown und Homeoffice träumen viele Deutschen von mehr Platz in den eigenen vier Wänden. Doch in den aktuellen Krisenzeiten sollte der Schritt ins Eigenheim gut durchdacht sein, heißt es aktuell von den Frankfurter Betreibern des Insurtechs Clark. Dazu gehörten neben der richtigen Finanzierung auch wichtige Versicherungen.

Immobilienfinanzierung finden

Die wenigsten Menschen hätten ausreichend Eigenkapital, um den Traum vom Eigenheim aus eigener Tasche zu finanzieren. Die große Mehrheit benötige für die Kosten in Höhe mittlerer bis hoher sechsstelliger Euro-Beträge daher eine Baufinanzierung. Hierbei gebe es auch geförderte Möglichkeiten - beispielsweise durch Bausparkassen, KfW oder Landesförderinstitute.

Neue Fördermöglichkeiten 2021

Ab 2021 können deutlich mehr Häuslebauer von der erhöhten Wohnungsbauprämie profitieren. Alle Ehepaare mit einem zu versteuernden Einkommen von weniger als 70.000 Euro (zuvor 51.200 Euro) und einen maximalen Sparbetrag von monatlich 1.400 Euro (zuvor 1.024 Euro) erhalten eine Förderung von 10 Prozent (zuvor: 8,8 Prozent).

Außerdem können alle, die bis zum 31. März 2021 einen notariellen Kaufvertrag unterzeichnen vom Baukindergeld der KfW profitieren. Der Zuschuss beläuft sich auf bis zu 12.000 Euro pro Kind und wird in zehn Jahresraten ausgezahlt. Die Gehaltsobergrenze für das Baukindergeld pro Haushalt liegt bei 75.000 Euro zu versteuerndem Jahreseinkommen.

Maklerkosten werden bei Einfamilienhäusern und Wohnungen zukünftig gleichermaßen von Käufer und Verkäufer getragen. Der Käufer kann mit der Zahlung warten, bis der Verkäufer die Zahlung seines Anteils nachgewiesen hat. So sollen private Immobilienkäufer von Kaufnebenkosten entlastet und der Kauf einer Immobilie erleichtert werden.

Die 5 wichtigsten Versicherungen:

  1. Wohngebäudeversicherung: Sie greift bei Schäden durch Sturm, Hagel, Feuer oder Leitungswasser. Die Wohngebäudeversicherung greift bei Schäden am Gebäude sowie an fest installiertem Inventar - also zum Beispiel an Wänden, Böden oder Decken. „Die Wohngebäudeversicherung des Vorbesitzers geht automatisch auf den neuen Besitzer der Immobilie über, wenn man nicht rechtzeitig kündigt“, erklären die Clark-Experten. „Nachdem die neuen Besitzer ins Grundbuch eingetragen wurden, haben sie einen Monat Zeit, die Versicherung entweder fristlos oder zum Ende des Versicherungsjahres kündigen. Da viele ältere Verträge überteuert sind, kann sich ein Wechsel finanziell lohnen.“
  2. Elementarschadenversicherung: Diese Police können Hausbesitzer, die in von Überschwemmung, Lawinen oder Starkregen betroffenen Gebieten wohnen, zusätzlich abschließen. Sie ist ein optionaler Baustein der Wohngebäude- oder Hausratversicherung und kann auch nur in Kombination mit einer dieser beiden Versicherungen abgeschlossen werden.
  3. Hausratversicherung: Mit ihr kann man das bewegliche Inventar eines Hauses - also zum Beispiel Möbel, technische Geräte oder Wertsachen - gegen Rohrbrüche, Feuer oder Diebstahl absichern.
  4. Privathaftpflichtversicherung: Die Police (oder bei vermieteten Objekten eine Grundbesitzerhaftpflicht) schützt Hausbesitzer für den Fall, dass eine Person auf dem eigenen Grundstück zu Schaden kommt. Rutscht beispielsweise im Winter ein Pizzabote auf dem Gehweg vorm Haus aus, weil man nicht gestreut hat, so haftet der Grundbesitzer.
  5. Risikolebensversicherung: Verstirbt der Hauptverdiener der Familie, fällt damit häufig das Einkommen weg, mit dem der Kredit hauptsächlich getilgt wurde. Dies kann die Hinterlassenen in schwere finanzielle Schwierigkeiten bringen. Damit die Kreditraten weiterhin getilgt werden können, kann man Partner und Familie mit einer Risikolebensversicherung finanziell absichern.

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