Die Stiftung Familienunternehmen führt eine Liste über die ältesten Familienunternehmen Deutschlands. Die Studie fand bereits zum zweiten Mal statt. Bei der vergangenen Erhebung wurden 35 Unternehmen aufgelistet, dieses Mal finden sich 50 auf der Liste.

Erfasst sind Firmen, die sich seit Gründung durchgehend im Familienbesitz befinden. Apotheken, Gasthäuser, landwirtschaftliche Betriebe, Mühlen und kleine Handwerksbetriebe hat die Liste nicht berücksichtigt. Viele der Unternehmen sind im ländlichen Raum angesiedelt.

Platz 1 auf der Liste belegt die Coatinc Company, die sich darauf spezialisiert hat, Metalle feuerzuverzinken. Die Coatinc Company wurde vom Meister der Stahlschmiede, Heylmann Dresseler, gegründet und wird mittlerweile in der 17. Generation in Familienbesitz geführt. Das Gründungsdatum im Jahr 1502 ist belegt, weil der Schmied Dresseler einen Schilling für die Nutzung einer Feuerstelle entrichten musste.

Als größter Konzern in der Liste erreichte das Pharma-Unternehmen Merck Platz 16. Die Firma beschäftigt mehr als 58.000 Mitarbeiter. Die Geschichte des Konzerns reicht bis in das Jahr 1668 zurück.

Der beliebte Stifte-Hersteller Faber-Castell belegt Platz 38. Die Firma wurde 1761 gegründet und ist mit einer Produktion von rund 2 Milliarden Stück pro Jahr der weltgrößte Hersteller von Bunt- und Bleistiften.

Die Berenberg Bank mit Sitz in Hamburg belegt Platz 6 und landet damit ziemlich weit vorn in der Rangliste. Sie wurde bereits 1590 gegründet und geht auf ein Handelshaus zurück. Sie ist zudem die älteste Privatbank Deutschlands.

Eine weitere Bank in der Liste ist die Fürstlich Castell'sche die als älteste Bank in Bayern gilt. Sie belegt Platz 44. Das Haus wurde 1774 als Gräflich Castell-Remlingen’sche Landes-Credit-Cassa gegründet. 1857 wurde zusätzlich die Gräflich Castell'sche Neue Credit-Casse gegründet, die sich auf Firmengeschäft und Vermögensverwaltung konzentrierte. Beide Häuser fusionierten 1941 zur Fürstlich Castell'schen Bank.

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