Eine Investition in Schwellenländer-Aktienfonds bietet strategische Vorteile für ein global ausgerichtetes Portfolio. Die Argumente lassen sich in makroökonomische, bewertungsspezifische und portfoliotheoretische Faktoren unterteilen.

Makroökonomische Wachstumstreiber

Wachstumsprämie nutzen: Schwellenländer weisen ein signifikant höheres Wirtschaftswachstum (BIP-Wachstum) auf als gesättigte Industrienationen.

Zukunftsmotor der Weltwirtschaft: Regionen wie Indien, Indonesien oder Teile Lateinamerikas treiben das globale Wachstum massiv voran.

Demografischer Vorteil: Eine junge, wachsende Bevölkerung sorgt für dynamische Arbeitsmärkte und eine expandierende Mittelschicht mit hoher Konsumkraft.

Technologische Überholspur: Viele Schwellenländer überspringen alte Technologiezyklen („Leapfrogging") und führen in Bereichen wie Mobile Payment, Digitalisierung und Hardware-Produktion für Künstliche Intelligenz.

Günstige Fundamentaldaten & Bewertungen

Attraktive Einstiegskurse: Ausgewählte Aktienmärkte der Emerging Markets sind im historischen Vergleich und gegenüber US-Aktien deutlich niedriger bewertet.

Höheres Gewinnwachstum: Analysten prognostizieren für Unternehmen in den Schwellenländern ein überdurchschnittliches Gewinnwachstum in den kommenden Jahren.

Solide Haushaltsdisziplin: Viele moderne Schwellenländer weisen heute eine stabilere Haushaltslage und geringere Staatsverschuldungsquoten auf als stark verschuldete Industrienationen.

Starke Dividendenrenditen: Schwellenländer-Unternehmen bieten vermehrt attraktive Ausschüttungen. Über die Hälfte der ausschüttenden Unternehmen glänzt mit über 3 Prozent Dividendenrendite.

Diversifikation

Korrektur von Untergewichtung: Während die Emerging Markets rund 50 Prozent zur weltweiten Wirtschaftsleistung (BIP) beitragen, machen sie in klassischen Weltindizes wie dem MSCI ACWI oft nur rund 10 Prozent aus. Ein Schwellenländer-Aktienfonds korrigiert diese Schieflage.

Echte geografische Streuung: Ein Schwellenländer-Fonds investiert in Regionen, die sich fundamental unabhängig von westlichen Märkten entwickeln. Das senkt das Gesamtrisiko des Portfolios.

Reduzierung von US-Klumpenrisiken: Klassische Weltfonds (zum Beispiel MSCI World) sind extrem US- und Tech-lastig. Schwellenländer-Fonds bieten das notwendige Gegengewicht.

Langfristige Risikoprämie: Für das höhere länderspezifische Risiko wurden Anleger historisch in starken Marktphasen mit einer deutlichen Outperformance belohnt.

Wir haben uns angeschaut, welche Emerging Markets Aktienfonds in den letzten 5 Jahren am besten abgeschnitten haben. Hier sind die Top Ten:

Auf den nächsten Seiten zeigen wir die zehn besten Aktienfonds der Kategorie „Emerging Markets“ über fünf Jahre. (Stand: 19. Juni 2026).