Letzte Woche hatten wir uns angeschaut, wie gut die Assetklasse Mischfonds defensiv Welt in den letzten drei Jahren abgeschnitten hat. Dieses Mal schauen wir uns an, wie gut Mischfonds flexibel Welt ihre Freiheitsgrade ausgenutzt haben, um so den Anlegern positive Ergebnisse zu generieren.

Die Idee dahinter

Mischfonds mit flexibler Allokation verbinden die Idee der breiten Streuung mit einem aktiven Risikomanagement, das die Gewichtung von Aktien, Anleihen und weiteren Anlageklassen je nach Marktphase anpasst. Dadurch sollen Schwankungen abgefedert und zugleich Renditechancen in günstigen Phasen gezielt genutzt werden.

Flexibilität ist Trumpf

Flexibel gemanagte Mischfonds – oft auch als vermögensverwaltende oder Multi-Asset-Fonds bezeichnet – sind nicht an starre Quoten gebunden, sondern können den Aktienanteil oftmals in einer Spanne von 0 bis 100 Prozent steuern. In Zeiten hoher Unsicherheit wird im besten Fall die Aktienquote deutlich reduziert und man positioniert sich defensiver in Anleihen, Geldmarkt oder Cash. Dagegen kann in freundlichen Börsenphasen das Risiko wieder hochgefahren werden.

Neben der Asset-Allokation übernehmen die Manager auch die Auswahl der Einzeltitel und nutzen dabei häufig das Research großer Häuser, was Privatanleger so in der Breite kaum abbilden können. Für Anleger bedeutet das: Diversifikation, laufende Allokationsentscheidungen und operative Umsetzung liegen in einer Hand, was die Geldanlage spürbar bequemer macht.

Nicht die eierlegende Woillmilchsau

Gerade diese Freiheitsgrade sind jedoch auch die zentrale Risikoquelle flexibler Mischfonds. Die Performance hängt stark von der Markteinschätzung und der Allokationsqualität des Managements ab. Fehlentscheidungen bei der Quote oder zu späte Umschichtungen können das Renditepotenzial deutlich schmälern.

Die Wahl ist entscheidend

Untersuchungen zeigen, dass einige flexible Strategien ihre eigenen Zielmarken oder die Entwicklung einfacher Vergleichsmaßstäbe, etwa eines Aktien-Bond-Mix oder günstiger ETF-Kombinationen, über verschiedene Zeiträume nicht erreichen.

Anleger sollten sich bewusst sein, dass der „Mittelweg“ eines Mischfonds keine Garantie für Kapitalerhalt ist. Entscheidend ist daher eine sorgfältige Auswahl: Vorhandene Historie über mehrere Marktzyklen, Transparenz der Strategie, Kostenstruktur und die persönliche Risikotoleranz sollten zueinander passen, bevor ein flexibler Mischfonds als Baustein im Portfolio eingesetzt wird.

Wir haben uns angeschaut, welche flexiblen globalen Ansätze unter den Mischfonds die letzten drei Jahre am besten abschnitten. Hier kommen die Top Ten:

Platz 10: Gandanor Ataraxia

Weitere Informationen
Quelle Fondsdaten: FWW 2026
  • Sektor: Mischfonds flexibel Welt
  • Auflegung: 14.05.2008
  • Ertragsverwendung: ausschüttend
  • Fondsgesellschaft: Axxion
  • ISIN: LU0321869041
  • Max. Ausgabeaufschlag: 5,00%
  • Maximal Drawdown seit Auflage: 52,76%
  • Performance YTD: 3,71%
  • Performance 1 Jahr: 8,54%
  • Performance 3 Jahre: 73,94%
  • Performance 5 Jahre: 99,73%
  • Performance 10 Jahre: 252,92%
  • Sharpe Ratio 5 Jahre: 0,87
  • Sum. lfd. Kosten: 1,16%
  • Volatilität 5 Jahre: 15,45%
  • Volumen in Mio. EUR: 36