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Fondsranking Die besten Fonds für Schwellenländeranleihen

Frau mit Weltkugel
Frau mit Weltkugel: Anleihen aus Regionen von Fernost bis Lateinamerika sind wegen ihrer hohen Realverzinsung und der Aussicht auf Kursgewinne wieder gefragt. | Foto: Sven Stoll mit Canva

Schwellenländeranleihen haben in den vergangenen Jahren regelmäßig die Erwartungen der Anleger enttäuscht. Trotz des beachtlichen Wirtschaftswachstums in diesen Regionen waren Verluste und Ausfälle bei Anleihen keine Seltenheit. Besonders im Jahr 2022 führten stark steigende Zinsen und die zunehmende Stärke des US-Dollars zu erheblichen Kursverlusten innerhalb der Anlageklasse.

Positive Aussichten für Schwellenländeranleihen

Derzeit gibt es jedoch kaum einen Anlageexperten, der Anleihen aus den Schwellenländern nicht in einem positiven Licht sieht. „Da sich China wieder öffnet und die Zinsschritte in den USA sich dem Zenit nähern, sind dies unserer Meinung nach gute Voraussetzungen für eine Outperformance der Schwellenländer. In der Tat haben sich die Schwellenländer seit Jahresbeginn bereits überdurchschnittlich entwickelt. Wir gehen davon aus, dass sich dieser Trend aufgrund der guten Ausgangslage fortsetzen wird“, sagt Pramol Dhawan, Portfoliomanager für Schwellenländeranleihen bei Pimco.

In den meisten Regionen wächst die Wirtschaft überdurchschnittlich. Nach Prognosen des Internationalen Währungsfonds werden die Schwellenländer in diesem Jahr um rund 4 Prozent wachsen, während für die Industrieländer nur ein Wirtschaftswachstum von 1,2 Prozent erwartet wird. Zudem zeichnet sich auf der Währungsseite eine tendenziell positive Entwicklung ab. Die Aufwertung des Greenback stellte im vergangenen Jahr eine große Herausforderung für die Schwellenländer dar, da viele von ihnen in US-Dollar verschuldet sind. In den vergangenen Monaten hat sich das Bild gewandelt und der starke Anstieg des US-Dollars scheint vorerst zum Stillstand gekommen zu sein.

 

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„Neben den Bewertungen sprechen auch technische Faktoren wie die geringe Positionierung in der Anlageklasse und die negativen Nettomittelzuflüsse für Schwellenländeranleihen. Zudem beginnt sich die Inflation in den Schwellenländern allmählich zu verlangsamen. Im aktuellen Umfeld stellen Schwellenländeranleihen ein wichtiges Diversifikationsinstrument in einem globalen Anleiheportfolio dar. Man muss jedoch selektiv vorgehen“, sagt Emanuele Del Monte, Portfoliomanager bei Eurizon. Eine Region, die vom aktuellen wirtschaftlichen und politischen Umfeld profitieren könnte, ist seiner Meinung nach die Golfregion. Staaten wie Saudi-Arabien, Katar oder Oman könnten eine mögliche Verschlechterung der Wirtschaftslage besser verkraften, da sie über beträchtliche Vermögenswerte verfügten.

Natürlich gibt es innerhalb der Anlageklasse erhebliche Unterschiede. Zum einen gibt es Anleihen von Ländern mit vergleichsweise guter Bonität, wie die bereits erwähnten Golfstaaten, Mexiko, Polen oder Chile. Diese bieten bei überschaubarem Risiko eine Verzinsung von rund 6 Prozent und mehr, was deutlich über der Verzinsung von Staatsanleihen etwa der USA oder Deutschlands liegt. Auf der anderen Seite gibt es aber auch Papiere von geringerer Qualität, von Ländern oder Unternehmen mit schwächerer Bonität. Solche risikoreicheren Anlagen können zum Beispiel afrikanische Staatsanleihen aus Ländern wie Nigeria oder Ägypten sein, die dafür mit zweistelligen Zinsen locken.

Fonds als Mittel zur effektiven Risikosteuerung

Angesichts der sehr unterschiedlichen Rahmenbedingungen und der Vielfalt von Schwellenländeranleihen ist eine angemessene Risikostreuung von größter Bedeutung. Von Einzelinvestments in Schwellenländeranleihen ist daher dringend abzuraten. Empfehlenswert ist der Kauf entsprechender Fonds oder ETFs, die das Risiko auf viele Länder und Emittenten verteilen. In der folgenden Klickstrecke haben wir eine Auswahl von Fonds zusammengestellt, die in den vergangenen fünf, zehn und 20 Jahren überdurchschnittliche Ergebnisse erzielt haben. Die Fonds sind in der Reihenfolge ihrer jeweiligen Wertentwicklung sortiert.

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