Die besten Fonds seit dem Beginn des Internethypes – Wie geht’s weiter?

Die besten Fonds seit dem Beginn des Internethypes – Wie geht’s weiter?

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Wer dieses Ereignis vom 9. August 1995 zum Anlass nahm, in einen Technologiefonds einzusteigen, machte ein glänzendes Geschäft – vorausgesetzt, er war spätestens fünf Jahre später wieder draußen. Ein anderes, gar nicht so weit entfernt liegendes Investment bringt dagegen bis heute Top-Renditen.

Spitzenreiter bei Technologiefonds: DWS Telemedia

Manager: Walter Holick

Es waren weniger potentielle Internetraketen wie Netscape, die im Sommer 1994 zur Auflage des DWS Telemedia (WKN: 847421) führten. Vielmehr hatte es den Produktentwicklern der Erfolg von Nokia angetan: Die Handy-Aktie hatte sich gerade in nur 20 Monaten verzehnfacht und galt damals – mehr als zwei Jahre vor dem Börsenstart der Deutschen Telekom – als Synonym für die Chancen des modernen Kommunikationszeitalters.

Gleichwohl spielten im Portfolio von Fondsmanager Walter Holick von Anfang an auch Kabelnetz- und Software-Anbieter wie Cablevision, Home Shopping Network, Microsoft oder Sega eine Rolle. Deshalb musste sich der DWS Telemedia in den Boom-Jahren bis 2000 auch nicht hinter klassischen Technologiefonds verstecken: In der Spitze konnten Anteilskäufer der ersten Stunde ihr Kapital mehr als versiebenfachen. Danach ging es jedoch wie bei allen anderen Fonds der Kategorie bergab.

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DER-FONDS-Prognose: Solides Management, komfortables Volumen – aber konzeptionell 15 Jahre nach der Auflage dennoch ein Auslaufmodell.

Spitzenreiter bei US-Aktien: Schroder US Smaller Companies

Managerin: Jenny Jones

„Zu teuer.“ So im Herbst 1995 der knappe Kommentar von Fondsmanagerin Fariba Talebi auf die Frage, warum sie im Schroder US Smaller Companies (WKN: 933426) kaum Technologieaktien halte. Trotz ihrer gesunden Skepsis gegenüber der neuen Boom-Branche galt Talebi in der zweiten Hälfte der 90er Jahre als Starmanagerin. Zwischen der Auflage des Fonds 1989 und ihrem Ausscheiden im Sommer 1998 erzielte sie ein Plus von mehr als 500 Prozent.

Talebis Nachfolger Ira Unschuld und Jenny Jones setzten den Erfolgskurs fort. Jones, die den Fonds Anfang 2003 übernahm, kombiniert drei unterschiedliche Strategien: Zum einen sucht sie nach Firmen, deren Wachstumspotenzial vom Markt unterschätzt wird, zum anderen nach Firmen mit konstanten Umsätzen und hohen Kapitalflüssen, und schließlich nach Firmen, die nach einer Durststrecke neu durchstarten. Anleger, die seit August 1995 dabei sind, kommen so auf eine Rendite von 10,0 Prozent pro Jahr.

DER-FONDS-Prognose: Ein zeitloser Klassiker. Neueinsteigern steht indes nur der Schroder US Small & Mid Cap Equity (WKN: A0D8LX) offen.

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