Templeton-Growth-Managerin Cynthia Sweeting

Templeton-Growth-Managerin Cynthia Sweeting

Die besten Fonds seit dem Ende der Goldpreisbindung – Wie geht's weiter?

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Letztlich ohne Erfolg: Wer 1971 für einen Euro Dollar gekauft hat, bekommt heute nur noch 40 Cent zurück. Verglichen damit waren Aktien- und Rentenfonds ein weitaus lohnenderes Investment.

Spitzenreiter bei Aktienfonds: Templeton Growth Cynthia Sweeting

Als Richard Nixon den „Sechs-Tage-Krieg um den Dollar“ („Der Spiegel“) einläutete, hatte sein Landsmann John Templeton den global anlegenden Templeton Growth schon 16 Jahre am Start. Durchschnittliche jährliche Rendite bis dahin: 10,1 Prozent. Seither kamen pro Jahr noch einmal 10,5 Prozent hinzu. Ein Spitzenwert, den Langfristanleger neben Templetons kompromisslosem Value-Ansatz auch seinem Mut verdanken, neue Wege zu gehen. Als erster Fondsmanager investierte er in großem Stil in damals spottbillige japanische Aktien, die in den 70er Jahren zeitweise bis zu 60 Prozent seines Portfolios ausmachten.

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Der 1987 vollzogene Generationswechsel auf Templetons Nachfolger Mark Holowesko verlief problemlos. Dessen Nachfolger Murdo Murchison allerdings musste 2008 nach nur sieben Jahren Cynthia Sweeting weichen. Ob Sweeting den Klassiker noch einmal zu alter Größe zurückführen kann, ist unter Experten umstritten.

DER-FONDS-Prognose: Der Templeton Growth bleibt ein grundsolides Basisinvestment – nicht mehr, aber auch nicht weniger.

Spitzenreiter bei Rentenfonds: Allianz Pimco Internationaler Rentenfonds

Thomas Kressin

Eine durchschnittliche jährliche Wertentwicklung von 7,4 Prozent pro Jahr, und das über beinahe 40 Jahre hinweg – das ist für einen Rentenfonds ein mehr als achtbares Ergebnis. Ob es sich in der Zukunft so wiederholen lässt, erscheint allerdings angesichts der Magerzinsen an den globalen Anleihemärkten fraglich. Tatsächlich stammt ein Großteil der Performance aus der Hochzinsphase bis Anfang der 80er Jahre: Über die vergangenen 20 Jahre brachte der zweitälteste globale Rentenfonds Deutschlands pro Jahr nur 6,1 Prozent, über zehn Jahre waren es sogar nur 3,8 Prozent.

Umso wichtiger ist es für einen Rentenmanager, auf der Währungsseite zusätzliche Erträge zu generieren. Darauf ist Thomas Kressin, der den Fonds seit Anfang 2009 betreut, allerdings spezialisiert, zudem verfügt er über mehr als 17 Jahre Investmenterfahrung. Derzeit machen Fremdwährungstitel in seinem Portfolio – vorwiegend auf US-Dollar und Yen lautend - rund 55 Prozent aus.

DER-FONDS-Prognose: Kein Überflieger, aber angesichts der recht indexnahen Ausrichtung auch vergleichsweise wenig Enttäuschungspotenzial.

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