Die besten Fonds seit dem WM-Finale von 2006

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Nicht als Treffer gewertet wurde damals der Kopfstoß, den Frankreichs Kapitän Zinédine Zidane seinem Gegenspieler Marco Materazzi in der Verlängerung des Endspiels versetzte. Zidane sah Rot, Italien gewann das anschließende Elfmeterschießen. Glück im Spiel, Pech an der Börse: Fonds für italienische Aktien gehören seit 2006 zu den größten Verlierern.


Spitzenreiter unter den Teilnehmerländern der WM 2006: EMIF Brazil
Lautaro Veliz Espeche Bei der Fußball-WM in Deutschland schied Mitfavorit Brasilien wie 2010 in Südafrika bereits im Viertelfinale aus, doch der guten Börsenstimmung in Sao Paulo tat das keinen Abbruch. Im Gegenteil: Mit einem durchschnittlichen Zuwachs von 44 Prozent seit Juli 2006 schnitten Brasilien-Fonds deutlich besser ab alle anderen Fondsgruppen, die eines der damaligen Teilnehmerländer repräsentieren. Nur Indonesien- und Türkei-Fonds waren noch besser.

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Erster war der gemeinsam von KBC, Sinopia und BBVA aufgelegte EMIF Brazil (WKN: 592890). Dessen bis 2009 amtierender Manager Pablo Garcia Camargo gewichtete im Vergleich zum MSCI Brazil unter anderem die Sektoren Energie, Metalle und Finanzen über. Nachfolger Lautaro Veliz Espeche konzentriert sich mit Blick auf die Vorbereitungen für die Fußball-WM 2014 und Olympia 2016 vor allem auf lokale Bauunternehmer und Stahlproduzenten sowie auf stark im China-Geschäft vertretene Rohstoff-Exporteure. DER-FONDS-Prognose: Ein Ausrichter-Bonus zählt an der Börse allemal mehr als ein Weltmeister-Bonus – der Fonds bleibt haltenswert.
Spitzenreiter bei Italien-Fonds: Axa Framlington Italy
Gilles Guibout Seit Juli 2006 verloren Italien-Fonds im Durchschnitt 39 Prozent – späte Genugtuung für die im Finale unterlegenen Franzosen, bei denen das Minus nur 19 Prozent beträgt. Doch auch das ist natürlich alles andere als ein gutes Ergebnis, und zumindest 2010 gehen Börsenentwicklung und Abschneiden beim Mega-Event Fußball-WM in beiden Ländern Hand in Hand: Euro-Krisen-bedingte Tristesse hier, ein mehr als blamables Scheitern in der Vorrunde dort. An der Mailänder Börse hinterließ ausgerechnet ein Franzose den besten Eindruck: Gilles Guibout, seit September 2006 Manager des Axa Framlington Italy (WKN: 988186), begrenzte das Minus in den vergangenen vier Jahren auf 34 Prozent. Zusammen mit Co-Manager Guillaume Robiolle sucht er nach günstig bewerteten Wachstumsaktien. Derzeit besonders im Fokus: Konsum- und Industrietitel, während Finanzwerte und Energieversorger deutlich untergewichtet sind. DER-FONDS-Prognose: Im derzeitigen Umfeld kein Kaufkandidat. Turnaround-Investoren halten ihn aber unter Beobachtung.

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