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Die besten Fonds seit der Pfundkrise von 1992

Das überbewertete Pfund stürzt ab, Soros kassiert – ein Drama, das sich 2010 zu wiederholt droht. Ähnlich wie damals dürfte das allerdings die Aktienbörsen kaum dauerhaft aus der Bahn werfen.

Spitzenreiter über alle Kategorien: Amundi Greater China

Raymond Chan Ob in London das Pfund wackelt oder in Glasgow eine Flasche Whisky umfällt, das ist für Investoren in der britischen Kronkolonie Hongkong im Herbst 1992 so ziemlich dasselbe. Dort zählt allein, welche lokalen Firmen am stärksten vom rasanten Wandel im benachbarten China profitieren. Zu den ersten europäischen Vermögensverwaltern vor Ort gehört die französische Banque Indosuez. Ihr Anfang 1986 gegründeter Fonds Indocam Hongkong wird 1997 von Crédit Agricole übernommen und geht 2003 im CAAM Greater China auf. Dieser wiederum heißt seit dem Anfang 2010 erfolgten Zusammenschluss der Investmenttöchter von Crédit Agricole und Société General zu Amundi Asset Management Amundi Greater China (WKN: 258114).

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Fondsmanager Raymond Chan, der seit 2003 für Crédit Agricole arbeitet, agiert weiter von Hongkong aus und konzentriert sich derzeit auf Unternehmen mit berechenbaren Cashflows und hohen Dividendenrenditen.
DER-FONDS-Prognose: China bleibt langfristig interessant. Im aktuellen Crashtest landet der Amundi-Fonds allerdings nur auf Rang 28. Spitzenreiter bei Europa-Fonds: Agressor Didier Le Menestrel Anlegen wie auf dem Schachbrett – so lautet frei übersetzt der Name der französischen Investmentboutique Financière de l’Echiquier. Und so ähnlich wie sich beim Schach Züge weit im voraus berechnen lassen, so konnten Käufer des 1991 aufgelegten Aktienfonds Agressor (WKN: A0JLZD) lange Zeit sicher sein, dass Manager Didier Le Menstrel das jeweilige Kalenderjahr mit schwarzen Zahlen beenden würde. Das war 1992 nicht anders als während der Russland-Krise 1998 oder 2002. Erst 2008 patzte Le Menstrel, der Agressor verlor knapp 47 Prozent. Dafür gehörte er 2009 mit einem Plus von 48 Prozent prompt wieder zu den Klassenbesten. Mit einem aktuellen Gewicht von 83 Prozent ist der Agressor zwar noch immer eher ein Frankreich- als ein Europa-Fonds. Die Länderzugehörigkeit spielt für Le Menstrel jedoch keine Rolle: Er sucht einzig und allein nach günstig bewerteten Firmen mit außergewöhnlichem Geschäftsmodell.

DER-FONDS-Prognose: Auch wenn der Nimbus eines Krisen-Bollwerks futsch ist –als Depotbeimischung bleibt der Agressor eine Bereicherung.

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