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Ranking Die besten Fonds für Krypto und Blockchain

Bitcoin, Ethereum und Co.
Bitcoin, Ethereum und Co.: Kryptowährungen sind innerhalb kurzer Zeit zu einer etablierten und viel diskutierten Anlageform avanciert. | Foto: Sven Stoll mit Canva

Super-Rally oder Mega-Crash. Wer mit Kryptowährungen und allem, was dazu gehört hantiert, muss auf einiges gefasst sein und geht gleichzeitig einen Deal mit „Mister Volatilität“ ein. Denn die Schwankungen in diesem Sektor sind enorm. So ist die digitale Referenzwährung Bitcoin nach einem historischen Höchststand von über 69.000 US-Dollar im Herbst 2021 bis auf 15.000 US-Dollar abgestürzt, um in diesem Jahr erneut auf über 30.000 US-Dollar zu steigen. Aktuell pendelt die Leitkryptowährung um die Marke von 26.000 US-Dollar. In ihrem Sog schwanken auch die Kurse von Blockchain-Aktien wie Marathon Digital Holdings, Coinbase oder Riot Platforms wild hoch und runter.

Wie die Aktionen von Elon Musk die Kurse von Kryptowährungen bewegen

Manchmal reichte schon ein Tweet von Elon Musk auf X (ehemals Twitter), um eine zuvor völlig unbekannte Kryptowährung wie Dodgecoin in schwindelerregende Höhen zu katapultieren. Vergangene Woche sorgte der Milliardär erneut für Bewegung im Sektor. Diesmal allerdings in die entgegengesetzte Richtung.

In der Nacht zu Freitag löste ein Bericht des Wall Street Journal über den Verkauf der Bitcoin-Bestände von Musks Raumfahrtunternehmen SpaceX eine Welle von automatischen Verkaufsaufträgen aus. Der Bitcoin verlor zwischenzeitlich bis zu 10 Prozent. Aktuell pendelt der Kurs der digitalen Währung bei 26.000 US-Dollar. Möglicherweise stört sich der experimentierfreudige und kreative Milliardär daran, dass er nur einen geringen Einfluss auf den Bitcoin hat.

Zudem sind die Anleger nach wie vor besorgt, dass die Zinsen an den Anleihemärkten längerfristig steigen könnten. „Bitcoin war in den vergangenen Jahren regelmäßig der erste Wert, der auf Zinsänderungen reagiert hat“, erläutert James Butterfill von Coinshares. Weitere Gründe für die Schwäche der Kryptowährungen sieht der Experte in der Angst vor einer weiteren Konjunkturabkühlung in China. Zudem steht die SEC-Zulassung eines Bitcoin-ETFs in den USA wohl doch nicht unmittelbar bevor.

Krypto-Revolution: Wie die Blockchain die Finanzwelt umkrempelt

Kryptowährungen werden weder gedruckt noch von einer zentralen Instanz kontrolliert. So entsteht unabhängig von Banken eine neue, ungesicherte und teils limitierte Währung, die auf der Blockchain basiert. Vereinfacht gesagt handelt es sich um eine dezentrale und transparente Datenbank, die es ermöglicht, Informationen in aufeinanderfolgenden Blöcken zu speichern.

Jeder Block enthält Informationen über Transaktionen oder andere Daten, die in einer unveränderlichen Kette miteinander verknüpft sind. Durch Kryptografie und Konsensmechanismen bietet die Blockchain Sicherheit und Authentizität, was sie für digitale Transaktionen und Aufzeichnungen besonders geeignet macht. Banken und ihre klassischen Zahlungssysteme könnten durch die Blockchain-Technologie überflüssig werden. Dem Ansatz wird quasi ein weltveränderndes Potenzial zugeschrieben.

 

Energiefresser Bitcoin

Weniger zukunftsweisend ist der enorme Stromverbrauch, den die riesigen Serverfarmen verschlingen. Wie viel Strom das Bitcoin-Netzwerk tatsächlich verbraucht, lässt sich mangels Transparenz nicht genau sagen. Energieforscher der Universität Cambridge haben hochgerechnet, dass der weltweite Bitcoin-Strombedarf in etwa dem von Norwegen entspricht. Das skandinavische Land benötigte im Jahr 2022 rund 126 Terawattstunden Strom - Bitcoin fast genauso viel. Der Anteil der digitalen Währung am weltweiten Stromverbrauch liegt nach den Berechnungen der Universität bei 0,57 Prozent.

Fakt ist: Diejenigen, die das Potenzial frühzeitig erkannten und mutig investierten, konnten innerhalb weniger Jahre reich werden. Seit seiner ersten Notierung im Jahr 2007 bei 0,06 US-Dollar bis zu seinem Allzeithoch hat der Bitcoin um mehr als 100.000.000 Prozent zugelegt.

Bitcoin
Bitcoin: Chartverlauf seit Oktober 2015 © Sven Stoll mit Canva

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Wie man von der Bitcoin-Euphorie profitieren kann

Wer seinem Depot einen kryptischen Touch verleihen möchte, dem stehen mehrere Wege offen. Eine Möglichkeit besteht darin, verschiedene Kryptowährungen wie Bitcoin, Ethereum oder Ripple über einen Kryptobroker wie Binance oder Bison zu kaufen und zu verkaufen. Auch Neo-Broker wie Scalable Capital oder finanzen.net zero bieten mittlerweile diesen Service an.

Es ist auch möglich, selbst mit dem Mining von Kryptowährungen zu beginnen, was jedoch spezielle Hardware und Zeit erfordert. Kryptowährungen werden durch Mining erzeugt. Das ist ein Prozess, bei dem Computer mathematische Probleme lösen, um Transaktionen zu bestätigen und neue Blöcke zu erzeugen. Der Miner, der das Problem zuerst löst, wird belohnt.

Die praktikabelste Lösung für die meisten Anleger ist der Kauf von Fonds und ETFs, die entweder in einen Korb von Kryptowährungen investieren oder auf Technologieunternehmen setzen, die sich mit der Blockchain-Technologie beschäftigen. Mittlerweile gibt es eine Reihe von Indizes, Strategien und ETFs, die auf dieser Technologie basieren. Diese unterscheiden sich in ihrer Gewichtung und Ausrichtung und damit auch in ihrem Risikoprofil.

Incrementum Crypto Gold: Wenn Kryptowährungen auf Edelmetalle treffen

Quelle Fondsdaten: FWW 2024

Vergleichsweise defensiv geht der Incrementum Crypto Gold das Thema an. Die beiden Fondsmanager Ronald Peter Stöferle und Mark Valek kombinieren in ihrem Portfolio Kryptowährungen mit Edelmetallen. „Gold und Kryptowährungen sind weitgehend unkorrelierte Anlageklassen“, begründet Stöferle.

Im Fonds setzen die Experten zu je einem Drittel auf Gold, Silber und Kryptowährungen. Innerhalb bestimmter Zielkorridore wird der Vermögensmix aktiv gesteuert. Dabei werden regelmäßig Gewinne in einer Anlageklasse realisiert und im Gegenzug schwächere Assets aufgestockt. Im Vergleich zu reinen Blockchain-Fonds fallen die Schwankungen daher relativ moderat aus. So liegt die Volatilität auf Sicht von einem Jahr bei 24 Prozent. Im gleichen Zeitraum weist der Vaneck Crypto and Blockchain Innovators, der ausschließlich in den Kryptosektor investiert, mit 84 Prozent eine dreimal so hohe Schwankung auf. Der defensive Charakter zeigt sich aber auch in der Performance in diesem Jahr. Obwohl der Kryptosektor stark zugelegt hat, schaffte der Fonds bisher nur ein Plus von 3,8 Prozent.

 

Frank Thelens Technologie-Fonds: Auf der Suche nach disruptivem Potenzial

Ganz andere Schwerpunkte setzt der 10XDNA Disruptive Technologies. Investor Frank Thelen und sein Team investieren in die aus ihrer Sicht aussichtsreichsten Technologieunternehmen. Diese zeichnen sich durch hohe Innovationskraft und überdurchschnittliches Wachstumspotenzial aus. Kryptowährungen und Blockchain-Aktien sind dabei fester Bestandteil des Portfolios.

„Unsere Welt wird sich in den nächsten zehn Jahren durch Technologien wie künstliche Intelligenz, 3D-Druck und Roboter stärker verändern als in den vergangenen 100 Jahren. Diese Veränderungen werden zu massiven Wertverschiebungen an den Märkten führen“, ist sich Thelen sicher. Im Fonds setzt er auf den Elektroautopionier Tesla, den Datenprofi Palantir, aber auch auf die Digitalwährungen Bitcoin und Ethereum, wobei letztere derzeit höher gewichtet sind. Seit Jahresbeginn hat ihm der disruptive Mix ein Plus von 30 Prozent beschert.

Rasanter Anstieg, schneller Fall: Der Balanceakt mit Krypto- und Blockchain-ETFs

Läuft es gut für den Sektor, bieten reine Krypto- und Blockchain-ETFs die höheren Renditechancen - bei entsprechend mehr Risiko. So hat der beste ETF in diesem Jahr bis Mitte Juli um 235 Prozent zugelegt. Doch wer auf dem Gipfel einstieg, musste erleben, wie schnell es auch wieder bergab gehen kann. Denn von diesem Zeitpunkt an hat der ETF bis heute schon wieder 35 Prozent an Wert verloren.

Ein geeignetes Mittel, um bei den rasanten Kursschwankungen nicht jedes Mal Herzrasen zu bekommen, kann die Einrichtung eines Sparplans sein. Zugleich gilt es, den Markt genau zu beobachten und antizyklisch zu handeln. Es schadet auch nicht, Gewinne abzuschöpfen, wenn sie sich einstellen.

Auf den folgenden Seiten zeigen wir - sortiert nach der Performance im laufenden Jahr - eine Auswahl an Fonds für diesen Sektor. Dabei haben wir auch Technologiefonds berücksichtigt, bei denen ein starker Bezug zu Kryptowährungen und Blockchain Teil der Anlagestrategie ist.

Stand der Daten: 24. August 2023

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