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313 Fonds im Crashtest Die besten globalen flexiblen Mischfonds

New Yorker Börse an der Wall Street
New Yorker Börse an der Wall Street: Der Siegerfonds im Crashtest, der BL Global Flexible USD, legt einen starken Fokus auf US-Werte. | Foto: Imago Images / ZUMA Wire

„Wir haben das Aktienrisiko gesenkt, schon über die vergangenen zwölf Monate. Wir haben begonnen, wieder ein Anleihe-Portfolio aufzubauen und in US-Staatsanleihen mit kurzer Duration investiert. Unser Cash-Niveau war deutlich höher als in der Vergangenheit.“ So beschreibt Luc Bauler, wie er seinen Fonds bislang durch das turbulente Jahr 2022 gesteuert hat. Bauler managt den BL Global Flexible USD und steht an der Spitze des aktuellen Crashtests, der 313 globale flexible Mischfonds analysiert.

Rang Fondsname ISIN Punkte Gesamt Punkte Performance Punkte Stresstest Punkte Aktives Management Performance 5 Jahre Maximaler Verlust 5 Jahre Fondsvolumen in Mio EUR
1 BL Global Flexible USD B LU0578147729 80 35 20 25 53,19 16,77 95
2 HAC Quant STIFTUNGSFONDS flexibel global LAC LU1315150497 78 29 25 24 33,34 11,08 127
3 Amundi Ethik Fonds Evolution (A) AT0000774484 76 32 23 21 41,28 13,22 417
4 AGIF - Allianz Income and Growth - AM - USD LU0820561818 70 37 10 23 54,89 26,39 37726
5 Capital Growth Fund DE000DWS0UY5 69 32 10 27 60,03 28,71 321

>>Zum Gesamt-Ranking des Crashtests mit 308 weiteren Fonds

Nicht zu verwechseln ist der Fonds mit dem BL Global Flexible EUR, der im vorangegangenen Crashtest dieser Kategorie vor rund zwei Jahren siegte. Dessen Manager Guy Wagner schaffte es diesmal immerhin auf Platz 17. Beide Fonds aus dem Hause Banque de Luxembourg Investments verfolgen die gleiche Anlagephilosophie und den gleichen Investmentansatz bei der Aktienauswahl. „Der BL Global Flexible USD wird jedoch aus Sicht einen US-Investoren gemanagt und hat einen hohen Anteil an US-Dollar-Werten im Portfolio“, erläutert Bauler. Mindestens 65 Prozent des Portfolios müssen in US-Dollar investiert sein, zurzeit sind es über 80 Prozent. Ein Umstand, die angesichts der gut laufenden US-Börsen und des starken US-Dollars die Performance merklich begünstigt hat.

Bauler kauft Aktien und Anleihen oder hält Cash. Im Gegensatz zur EUR-Variante mischt er kein Gold bei. Er steuert die Aktienquote zwischen 25 und 100 Prozent. Zu Ende Juli lag der Aktienanteil bei knapp 80 Prozent, über Derivate wurde die Quote allerdings netto auf knapp 50 Prozent gedrückt. Der Fondsmanager betrachtet ein Aktieninvestment als eine langfristige Investition in ein Qualitätsunternehmen. „Dementsprechend müssen wir sicherstellen, dass unsere Portfoliounternehmen sich erfolgreich in ihrem Geschäftsbereich durchsetzen können und auch in den kommenden Jahren profitabel bleiben“, so Bauler. Dieser Ansatz führt zu einem strukturellen Fokus auf die Sektoren Konsum, Gesundheit, Industrie und Technologie. In Banken oder mit Rohstoff verbundene Sektoren wie Öl investiert der Fondsmanager nicht.

Im Anleihebereich konzentriert er sich auf Staatsanleihen. Zu Ende Juli machten zwei US-Treasuries-Positionen knapp 7 Prozent des Portfolios aus. Mit 14 Prozent hatte der Fonds ein relativ hohes Cash-Niveau. „Die hohe Inflation, hohe Rohstoffpreise, der Krieg in der Ukraine und die Auswirkungen auf das globale wirtschaftliche Umfeld zusammen mit dem Ende der Liquiditätsschwemme durch die großen Notenbanken lassen uns für die kommenden Monate vorsichtig sein. Unsere Aktienquote ist daher geringer als in den vergangenen zwei Jahren“, erklärt Bauler.

Auch Daniel Haase von der Hamburger HAC Vermögensmanagement hat eine Meinung zur Marktentwicklung. Diese spielt beim Management des HAC Quant Stiftungsfonds Flexibel Global (ehemals HAC Marathon Stiftungsfonds) allerdings keine Rolle. Hier verlässt er sich bei der Steuerung der Aktienquote auf ein von ihm mitentwickelte Risikomanagement-System, das bereits seit 15 Jahren im Einsatz ist. Das „Pfadfinder“ getaufte System ermittelt kurz- und mittelfristige Trenddaten für globale Aktien. Diese Daten werden sowohl trendfolgend genutzt, um stark erhöhte Risikophasen zu identifizieren, als auch antizyklisch, um den Beginn einer Markterholung frühzeitig zu erkennen. Das System scheint zu funktionieren – der Fonds belegt im Crashtest Rang 2.

Sendet das System positive Signale, machen Aktien rund 80 Prozent des Portfolios aus. Gold variiert zwischen 8 und 12 Prozent. Der Rest steckt in kurzlaufenden Staatsanleihen und Cash. Verschlechtern sich die Signale, passt Haase den Aktienanteil über Futures und Optionen an. In Phasen erhöhten Marktrisikos sichert er das Aktienrisiko komplett ab. „Im Januar beispielsweise machte der Fonds die Abwärtsbewegung am Markt kaum mit, da das Pfadfinder-System frühzeitig nach der Jahreswende klare Absicherungssignale sendete“, so Haase. Die rein quantitativ betriebene Aktienauswahl erfolgt anhand solider Fundamentaldaten und Erträge, gepaart mit einer relativ geringen Volatilität. Eine Indexorientierung gibt es hierbei nicht. Tatsächlich ist derzeit der Japan-Anteil im Fonds mit fast 25 Prozent höher als der US-Anteil. Die meisten US-Aktien, so vermutet Haase, dürften dem System immer noch zu teuer sein.

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